25.06.2026 Weinender Gletscher

Vorwort zum obigen Bild
- Dieses Bild darf ich dank der freundlchen Genehmigung durch Herrn Harry Lauber veröffentlichen, welcher eine Webcam am Matterhorn betreibt.
- Ein starkes, zehnminütiges Gewitter inkl. Starkregen löste am 25.06.2026 an der Nordflanke des Berges/Gletschers Matterhorn in der Schweiz einen "Wasserfall", aus. Der Starkregen entlud eine Regenmenge von 50 Litern/m².
1) Begriffserklärung
- Der Matterhorn ist ein 4.478m hoher Berg, erfüllt jedoch nicht die Voraussetzungen eines Gletschers.
- Weltweit gibt es 215.547 registrierte Gletscher (Stand: 2017).
- Bei einem Gletscher handelt es sich um eine Eismasse an einem hohen Berg, welcher sich durch Schneefälle bildete und dessen Volumen im Laufe der Zeit durch stabile, unter Null Grad Celsius-Grenzen, zunahm. Schnee und Eis sind sozusagen der Klebstoff des Felses und des Gesteins, welcher durch Tauperioden erwärmt wird und Spalten bildet.
- Gletscher sind bedeutende Süßwasserreservoire, welche für Menschen, Tiere und Natur überlebensnotwendig sind.
- Durch den Klimawandel werden nicht nur Gletscher instabil, sondern es wird seit dem Ende der letzten Eiszeit (1850ff.) neben dem Gletscherschwund auch ein Anstieg der Nullgrad-Grenze (Ewiges Eis) sowie der Baum- und Waldgrenze beobachtet.
- Der Albedo-Effekt, wonach dunkle Flächen (z.B.: Berge ohne Schnee- oder Eisflächen) Wärme speichern und wohingegen hellere Flächen Wärme absorbieren (Berge mit Schnee- oder Einsflächen) tut sein übriges, dass die Gletscher entweder an ewigem Eis verlieren oder gar komplett eisfrei sind.
- Tauperioden bzw. das nackte Gestein von Gletschern und/oder Bergen in Verbindung mit Regenfällen können eindrucksvolle Naturschauspiele bilden, welche in Extremfällen: Wasserfällen gleichen. So geschehen inmitten der unglaublichen Hitzeperiode im Juni 2026, welche auch vor den europäischen Alpen nicht Halt machte.
2) Weltweite Gletscher
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3) Gletscherschwund
- Dokumentiert ist der Gletscherschwund vor dem Aufkommen der GPS-Überwachung mit Satelliten durch Gemälde, Zeichnungen oder Fotografien.
- Neben den oben genannten Faktoren: Klimawandel, Ansteigen der über Null Grad Celsius-Grenze, Ansteigen der Baum- und Waldgrenze sowie des Albedo-Effekts kommt auch noch ein weiterer Faktor des Gletscherschwundes, ins Spiel: Neben der Verschiebung der Jahreszeiten, verändern sich auch die Niederschlagsmuster.
- Speziell niederschlagsärmere Winter in den Alpen und Wärme-Episoden mit überwiegenden Regenfällen im Sommer lassen die Gletscher schmelzen.
- Seit dem Ende der letzten Eiszeit verloren die europäischen Alpen 1/³ ihrer Gletscher-Fläche. Weltweit nehmen die Volumen, rapide ab.
- Zeugen des Gletscherschwundes sind nunmehr die Gletscherseen, welche das geschmolzene und ehemals "ewige Eis" binden.
- In Deutschland existieren nur noch 4 Gletscher, mit einer Gesamtfläche von 26,4 Hektar.
| Höllentalferner | 13ha |
| Nördlicher Schneeferner | 9,4ha |
| Watzmann-Gletscher | 2,5ha |
| Blaueis-Gletscher | 1,5ha |