14.04.1935 Dust bowl

Die Umwelt-Suchmaschine


© Copyright: Pixabay.com



1) Topographie Nordamerikas



Nordamerika, wozu die Staaten USA & Kanada gehören, unterscheidet sich grundlegend vom europäischen Festland. So gleicht die Topographie in Europa einem West-Ost Verlauf, welche zum Beispiel durch die Pyrenäen und den Alpen gekennzeichnet ist. Europa wird von mehreren Ozeanen (Atlantik & Mittelmeeren) umgeben und schließt einige Binnenmeere (Ostsee oder Schwarzes Meer) ein. 



Die Topographie Nordamerikas gleicht einem Nord-Süd Verlauf, welches dem Ende der letzten Eiszeit sowie tektonischen Plattenbewegungen geschuldet ist. Der nordamerikanische Kontinent wird im Westen vom Pazifik und im Osten vom Atlantik umgeben. Es gibt 5 größere Gebirgsketten. Hierbei handelt es sich um die Rocky Mountains, Appalachen, Sierra Nevada, Kaskadenkette und Küstenkette. 



2) Begriffserklärung



Bei den Dust bowl-Ereignissen handelte es sich um schwere Staubstürme, die in dem Zeitraum 1930-1940 die great plains heimsuchten. Bei den great plains handelt es sich um eine Fläche von mehr als 2.000.000 km² und einer Breite von 750km sowie 3.000km Länge. Sie umfasst 10 US-Bundesstaaten: Montana, Wyoming, Colorado & New Mexico (Westliches Gebiet) sowie North Dakota, South Dakota, Nebraska, Kansas, Oklahoma & Texas (Östliches Gebiet).



Die great plains wurden erst relativ spät besiedelt. Sie waren und sind eine Gräserlandschaft mit sehr spärlichem Baumbestand. Ab dem Jahre 1865 erfolgte die Besiedelung der great plains, welche vor allem durch den Bau der Eisenbahnen begünstigt wurde. Die ansässigen Indianer wurden in Reservate vertrieben.



Die Niederschlagsmengen betragen im Schnitt 300mm im Westen sowie 800mm im Osten. Aufgrund der vorherrschenden Niederschlagsmengen ist im Westen die Viehwirtschaft (Rinder) sowie im Osten die Landwirtschaft (Getreide) der Wirtschaftsmotor.



Einer Laune der Natur (Störung der atmosphärischen Zirkulation durch Temperatur-Anomalien der Meere) war es geschuldet, dass ab den 1890er Jahren kaum Dürreperioden auftraten, die Winter milder wurden und die Niederschlagsmengen erheblich zunahmen. Dies erlaubte eine Landwirtschaft in zuvor kaum bewohnbaren Gebieten! Die Gräser-Ebenen wurde gerodet und der natürliche Mutterboden (Humus) abgetragen. Die Menschen wurden sesshaft und betrieben massive Landwirtschaft unter Ausbeutung der Natur. Wider der Natur waren für die Gegend ungeeignete Agrar-Kulturen sowie die Ausbeutung der Grundwasserbestände.



Das natürliche Gleichgewicht kam ab dem Jahr 1930 wieder in Gang. Vorboten waren die Zunahme von Dürreperioden (Insbedondere: 1934, 1936, 1939, 1940) sowie schwere Staubstürme. Dürren und Erosionen betrafen insbesondere ein Gebiet von 400.000 km² Fläche.



Die black blizzards vernichteten Ernten, gruben Menschen, Häuser und Gebiete unter meterhohen Staubdünen ein. Im Laufe des Jahrzehnts (1930-1940) setzten die black blizzards den great plains schwer zu, so dass die Landwirtschaft praktisch zum Erliegen kam und eine Auswanderungswelle von mehr als 3.500.000 Menschen gen Westen einsetzte. Zudem erlitten die Menschen erhebliche finanzielle Verluste und erlebten nach der großen Weltwirtschaftskrise ab dem Jahre 1929 (Große Depression), weitere existenzielle Nöte. Landwirtschaftliche Güter (Höfe, Geräte, Grund und Boden) mussten aufgegeben werden. Zudem kam eine gesundheitlichen Beutelung der Menschen zum Beispiel durch Asthma und anderen Atemwegs-Erkrankungen.



3) Die dust bowl-Ereignisse


  • 14.09.1930
  • 11.11.1933
  • 09.05.1934
  • 14.04.1935


4) Tornados in den great plains


  • 01. - 05.05.1930 (F4)
  • 19.11.1930 (F4)
  • 30.03/31.03.1938 (F3)
  • 26.04.1938 (F5)
  • 14.04.-17.04.1938 (F5)