Jahreszeitenübergreifend

Die Umwelt-Suchmaschine

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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In Europa, Klein-Asien herrscht eine beispiellose Dürre! Flüsse, Bäche & Qauellen trocknen aus!
536-537

Diese Katastrophe wurde dem Ausbruch des Vulkans Rabaul (Papua-Neuguinea) zugeordnet, welcher durch Eisbohrkerne in Grönland und der Antarktis sowie der weltweit festgestellten schmalen & geringen Dichte der Baumringe auf den März 535 zurückdatiert werden konnte. Es handelt sich um die größte Naturkatastrophe, die die Menschheit in der jüngsten Vergangenheit erleiden musste.

 

Ein weltweiter, vulkanischer Winter sorgte für extreme Hungersnöte, Dürreperioden, Missernten, Ausbrüche von Krankheiten, Völkerwanderungen.

 

Mittelalterliche Quellen aus dem fernen Osten, Kleinasien berichten darüber, dass der Himmel für ca. 18 Monate verdunkelt wurde. Dieses weltweite Phänomen wurde verursacht durch eine gigantische Schleierwolke, bestehend aus Wasserdampf, giftigen Gasen, die zu Eiskristallen kondensierten. Das Sonnenlicht wurde in das Weltall zurückgeworfen, durch die fehlende Verdunstung von Meereswasser kam es zu Dürreperioden.

 

Die weltweite Abkühlung dauerte mehrere Jahre.

1076-1077 Im Frühling 1076 beginnt eine Kälteanomalie, welche bis zum Frühling 1077 andauert. Nicht nur in die Klimageschichte wird die sehr gut dokumentierte Kälteperiode durch den weltberühmten "Gang nach Canossa" vom deutschen König Heinrich IV!

Magdalenenflut

Juli 1342ff.

Vom 19.07. bis 25.07.1342 setzte ein sintflutartiger Dauerregen ein, welcher nicht nur in Deutschland gigantische Schäden anrichtet. In allen Regionen Mitteleuropas traten Flüsse & Bäche über die Ufer und verwüsteten Städte, Dörfer, fruchtbare Ackerböden. 

 

Diese Flut ist in zahlreichen Quellen & Schriften belegt. Die gigantischen Bodenerosionen (Verlust etlicher Milliarden Tonnen) und die Folgen für die Landwirtschaft & Infrastruktur waren extrem gravierend. Jahrelange Folgen waren enorme Ernteeinbußen und Hungersnöte! 

 

Diese größte Natur-Katastrophe seit dem Ende der letzten Eiszeit bereitete den Boden für die tödliche Pest-Epidemie ab dem Jahre 1347 vor, die die unterernährte Menschen mit voller Wucht traf und die Bevölkerung Europas um ca. 30% dezimierte!

 

Pegelstände & Fliessmenge erreichten Rekordmengen. Die Verwüstungen sind zum Teil heute noch ersichtlich.

 

Dieses Ereignis stellt die Oderfluten aus den Jahren 1997 oder 2002 mehr als in den Schatten!

1473

Im gesamten Jahr herrscht in Europa eine extreme Trockenheit und vor allem im Sommer eine extreme Hitze. Die Brunnen versiegten. Im Oktober blühen die Bäume erneut. Am 11.11. ist erneute Kirsch-Ernte!

 

Es reifte ein Jahrtausendwein mit extrem hohen Zucker- sowie Alkoholgehalt heran!

Februar 1540

bis

Dezember

1540

Eine 30köpfige Forscher-Gruppe veröffentlichte im Juli 2014 nach der Hebung von mehr als 300 Quellen ihr Ergebnis über ein extremes Jahr!

Es war in jeder Hinsicht ein Jahrtausend-Jahr! Im gesamten Jahr fiel nur knapp 1/2 der normalen Niederschlagsmenge. In fast allen Teilen Europas herrschte deshalb eine extreme Dürre. zahlreiche Waldbrände verwüsteten Teile Europas, Brunnen versiegten, Flüsse wie der Rhein, Main verkamen zu einem Rinnsal. Die Stadt Lindau am Bodensee konnte zu Fuß durchgegangen werden. Die Böden sowie die Bäume verdorrten komplett! Die Preise für Getreide explodierten.

 

Ein sich selbstverstärkender (Albedo-) Effekt sorgte dafür, dass sich die Temperaturen immer weiter erhöhten und die 40 Grad-Marke wohl bei weitem übertrafen. Damit einhergehend kam es zu sehr vielen Waldbränden! Das Hitzejahr 2003 dürfte da wohl kaum heranreichen!

 

Erster nennenswerter Niederschlag fiel erst wieder im Dezember! In Brandenburg beispielsweise gab es 26 Wochen keinen Niederschlag! Selbst im Dezember konnte man in den noch warmen Flüssen wie am Rhein baden!

 

In Mitleidenschaft gezogen wurden auch die Rebstöcke, so dass die Trauben bereits zu Rosinen verkamen. Tau sowie zunächst nur vereinzelte Niederschläge im August und "vermehrte" Niederschläge im September & Oktober sorgten dafür, dass ein Jahrtausend-Wein mit extrem hohen Zucker- sowie Alkoholgehalt heranwuchs!

 

Noch einige Jahrhunderte später soll der Wein noch genießbar gewesen sein. Während des 30jährigen Krieges nahmen schwedische Soldaten 1631 Würzburg ein und fahndeten nach dem Wein. Jedoch wurde dieser vorsorglich eingemauert!

Oktober 1708

bis

April

1709

Dieser Winter geht als "Die grausame Kälte von 1709" in die Geschichte ein. Bereits im Oktober setzte in Deutschland eine ungewöhnliche Kälte ein, die nur von "kurzen Wärmeperioden" unterbrochen worden ist. Sodann setzte sich aus Sibirien eine Kältewalze nach ganz Europa in Bewegung, die durchgehend bis April extreme Fröste, Polarschnee (wie er sonst nur an den Polen vorkommt) und Seegfrörne (Zufrieren von Gewässern sowie der Ostsee) im Schlepptau hatte.

 

Für die Menschen brachte dieser ungewöhnlich strenge Winter eine extreme Hungersnot mit und nicht wenige starben an den Folgen dieses extremen Wettereignisses!

Oktober

1739

bis

Mai

1740

Im Oktober treten bereits Starkfröste, Hagelunwetter und starke Schneefälle ein.  Alle Flüsse und Seen frieren zu. Nach einer kurzen Milderung folgt ab Januar 1740 eine extreme Frostperiode, die bis in den Mai hineindauert. Missernten & Hungersnot sind die Folgen!

Mai 1783

bis

März 1784

Vorangegangene Vulkanausbrüche in Island sowie Japan bildeten den Auftakt zu einer Reihe von Anomalien! Ab dem 24.05. bis Mitte August 1783 wurde in ganz Europa ein besonderes Phänomen beobachtet. Ein Dunstschleier verdunkelte den Himmel= Ein sogen. Höhenrauch! Es erfolgte jedoch nicht eine Abkühlung mit dem "Auswaschen", sondern ein sehr heißer und trockener Sommer! 

 

Der Winter wurde extrem kalt und äußerst schneereich. Durch die abrupt einsetzende Schnee- und Eisschmelze am 23.02.1784 kam es an allen Flüssen zu verheerenden Flut- und Hochwasserkatastrophen mit Pegelständen, die sämtliche Rekorde brachen!

1816 Das Jahr ohne Sommer wurde ausgelöst durch den Ausbruch des Vulkans Tambora auf Indonesien im Jahr zuvor. Es folgte ein vulkanischer Winter mit weltweiter Abkühlung (3-4 Grad Celsius). Die klimatischen Folgen waren katastrophal. Durch die nasse und kalte Witterung brachen Hungersnöte und Epidemien aus. Zudem setzte eine Auswanderungswelle in die USA ein.