Antike bis zur Neuzeit

Klima-Pessimum der Bronzezeit/Das dunkle Zeitalter

 

  • Dauer: 1200 v. Chr. bis 400 v. Chr.;
  • Entstehung der jüdischen Religion;
  • Das sogen. dunkle Zeitalter;
  • Kaum Zeugnis in Kunst, Kultur, Literatur, Architektur;
  • Wenige archäologische Funde;
  • Untergang der levantischen Kulturen z.B.: Mykener, Hethiter);
  • Übergang Bronze-/Eisenzeit;
  • Extreme Hitze- und Dürreperioden im Mittelmeer-Raum;

 

Das Klima-Optimum der Römer

 

  • Dauer: 300 v. Chr. bis 400 n. Chr.;
  • Aufstieg und Ausdehnung des römischen Imperiums;
  • Bevölkerungsanstieg;
  • Römische Kolonien & sogen. Kornkammern in großen Teilen Mitteleuropas, England, Vorderasien und entlang der levantischen (Mittelemeer) Küsten;
  • Siedlungen & Städtegründungen entlang von Flussläufen & -tälern;
  • Leistungsfähige Landwirtschaft, Handelsbeziehungen entlang der Seidenstraße & hohe Produktivität;
  • Passierbarkeit der Alpen, Bergbau in den Hoch-Alpen & Anbau von Wein, Olivenbäumen in England;
  • Höherer Meeresspiegel;
  • Etablierung des Christentums als Staatsreligion.

 

Das Klimapessimum der Völkerwanderung

 

  • Dauer: 400 n. Chr. bis 800 n. Chr.;
  • Zerfall des römischen Imperiums;
  • Einfall der Hunnen von 375-568 n. Chr. (durch extreme Dürre in Asien) in Europa & Klimaverschlechterung;
  • Völkerwanderung, z.B.: Wanderung germanischer Stämme in den Westen & Süden Europas (inkl. britischer Inseln; slawischer Stämme in die Mitte und Osten Europas ODER keltischer Mönche in den Nordatlantik durch den heiligen Brendan (520 & 550 n. Chr.) oder Dicuil (825 n. Chr.);
  • Vorstoss der Gletscher & Rückgang des Meeresspiegels;
  • Absinken der Baumgrenzen;
  • Aufgabe & Zerfall von Siedlungen & Städten, Handelswege (Seidenstraße), Weide, Acker- und Anbauflächen sowie Rückeroberung durch die Natur;
  • Bevölkerungsrückgang durch Kriege, Versorgungsprobleme, Ernteausfälle, Hungersnöte, Pestausbrüche, Seuchen, Krankheiten;
  • Soziale & politische Neuordnung Europas mit späterer Gründung von Königreichen;
  • Aufstieg des Islam zur Weltreligion.

 

Das Wärme-Optimum des Mittelalters

 

  • Dauer: 800 n. Chr. bis 1300 n. Chr.;
  • Großer Anstieg der Bevölkerungszahlen & -dichten;
  • Rückgang der Gletscher & Anstieg des Meeresspiegels;
  • Zunahme der Nutzung von Weide-, Anbau- und Ackerflächen & Abnahme des Waldbestandes;
  • Hohe Produktivität & Handelsbeziehungen;
  • Wein- und Getreideanbau in England & Skandinavien;
  • Infektionskrankheiten (Malaria) in England & Skandinavien
  • Besiedelung von Island & Grönland sowie Nordamerika;
  • Bildung des heiligen römischen Reichs der deutschen Nationen und vor allem der skandinavischen Königreiche;
  • Hohe Bautätigkeit (Kirchen, Klöster, Burgen, Schlösser) und Anstieg der Städtegründungen (vielerorts mit der Endung -burg);
  • Aufkommen des Rittertums (Zu allermeist Adlige aufgrund der hohen Kosten für Pferde, Rüstungen, Untergebene);
  • Aufbau von Heeren wegen des Bevölkerungsanstiegs, höheren Geburtenrate.

 

Die kleine Eiszeit

 

  • Dauer: 1300 n. Chr. bis 1850 n. Chr.
  • Städte, Dörfer, Höfe, Almen & Äcker wurden durch Bevölkerungsschwund aufgegeben oder dem Vorrücken der Gletscher zerstört;
  • Die Vegetationsprozesse (Obstblüte, Rebstöcke, Getreide) verzögerten sich durch die Temperaturanomalien in den Jahreszeiten;
  • Ernteeinbußen; Viehseuchen; Pestausbrüche, Hungersnöte (insbesondere 1315-1317, 1437-1440, 1618-1648, 1693/94, 1709, 1816/17, 1844-1849); Kriege (z.B.: 30jähriger Krieg); Völkerwanderungen (Auswanderungswelle in die USA).
  • Massiver Bevölkerungsrückgang sowie erhöhte Kindersterblichkeit;
  • Niedergang der Fischerei an den europäischen Küstengebieten sowie in Island & Grönland durch das Vorrücken des Meereises;
  • Größere Seen (Ostsee) & Flüsse (Auch in England und im Mittelmeerraum!) frieren zu;
  • Seegfrörne (Totalvereisungen des Bodensees): 1323, 1325, 1378, 1408, 1435, 1444, 1461, 1465, 1469, 1477, 1491, 1514, 1517, 1551, 1563, 1565, 1571, 1573, 1587, 1600, 1608, 1660, 1684, 1685, 1709, 1718, 1740, 1755, 1763, 1789, 1799, 1830; 
  • Soziale Spannungen infolge Inflationen, Hungersnöten & Seuchen (z.B.: Pest), Revolutionen (Französische Revolution von 1789), schärferer Gesetzgebung (Diebstahldelikte, Hexenverfolgung); 
  • Zunehmende religiöse Einflussnahmen auf die Gesellschaft (Die Naturkatastrophen werden als Zorn Gottes für die Sünden der Menschheit angesehen) z.B.: durch Hexenverfolgung, Ablasshandel ...; 

 

Der industrielle Klimawandel

 

  • Beginn: 1850 n. Chr. bis ff.;
  • Erstmals in der Geschichte des Planeten Erde verursacht ein Lebewesen, der Mensch ;einen Klimawandel Mit dem Beginn der Industrialisierung ab dem Jahre 1870 stieg die Konzentration des Treibhausgases Kohlendioxid stetig an! 1850 betrug der Anteil noch 250ppm (Teilchen pro Millionen in der Erdatmosphäre). Im Jahre  2015 betrug der Anteil nunmehr 400ppm! Konservative Schätzungen gehen davon aus, dass der Anteil bis ins Jahr 2100 auf 690ppm ansteigen wird;
  • Der Mensch trägt durch eine Vielzahl von Eingriffen (Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Industrie, Energie, Ozeanen, Verkehr, Bebauung, Abfall) zum Treibhauseffekt bei Ein sich verstetigender Treibhauseffekt verursacht die Erwärmung des Planeten Erde!
  • Hinzu kommt ein Massensterben in die Tier- und Pflanzenwelt;
  • Der Meeresspiegel steigt an!