Das Anthropozän Teil 3

41) Hormonbildende Chemikalien
 
 
  • Pflege- und Kosmetikprodukte sind in jedem Haushalt in Deutschland zu finden!
  • Die Chemikalien Bisphenol, Parabene, Triclosan, Tricyclazel uvm. sind in Deodorants, Hautcreme, Babyartikel, Lippenstifte, Sonnenmilch, Shampoo, Duschgele usw. zu finden!
  • Die Massen-Chemikalie Phthalat ist ein Weichmacher und findet sich in Bodenbelägen, Spielzeugen, Tapeten, Kunstlederbezügen usw. wieder!
  • Einer Studie des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutchland) zufolge war von mehr als 60.000 Kosmetikprodukten insgesamt fast jedes dritte Produkt mit hormonbildenden Chemikalien kontaminiert!
  • Die Weltgesundheitsorganisation stuft die hormonbildenden Chemikalien mittlerweile als globale Bedrohung ein!
  • Hormonbildende Chemikalien werden u.a. für folgende Krankheitsbilder verantwortlich gemacht: a) erhöhtes Krebsrisiko;
  • b) verfrühter Pubertätseintritt bei Mädchen/Frauen;
  • c) verminderte Spermienquantität und -qualität bei Jungen/Männern;
  • d) Tumore;
  • e) Schwangerschaftskomplikationen;
  • f) Missbildung von Geschlechtsorganen;
  • g) Allergien & Hautausschlägen;
  • h) Diabetes;
  • i) Verhaltensauffälligkeiten;
  • j) Herz/Kreislauf/Lungen-Erkrankungen;
  • k) Fettleibigkeit!
 
42) Der Plastik Planet
 
 
 
  • Plastik kommt in der Natur nicht vor!
  • Plastik besteht aus Kohlenstoff sowie einer Vielzahl anderer Elemente und wurde ab dem Jahre 1907 entwickelt!
  • Industrieller Kunststoff wurde ab der großen industriellen Beschleunigung ab dem Jahre 1950 zu einem Massenprodukt und ist aus der anthropozänen Wegwerf-Gesellschaft nicht mehr wegzudenken!
  • Nach einer Studie des Wissenschaftlers Roland Geyer von der University of California aus dem Jahre 2017 wurden insgesamt 8,3 Milliarden Tonnen Kunststoff produziert!
  • Plastik ist nur sehr schwer abzubauen und weist eine Haltbarkeit von mehreren 100 Jahren auf!
  • "Cousins" des Kunststoffes Plastik sind: PVC, PET, Nylon, Zelluloid, Kevlar, Silikon, Plexiglas, Styropor, Teflon, Polyethlen uvm.!
  • Plastik findet Verwendung in einer Vielzahl von Produkten, z.B.: Seile, Netze, Schiffsbojen, Eimer, Flaschen, Tüten, Besteck, Fernbedienungen uvm.!
  • Im Jahre 2015 wurden 380 Millionen Tonnen Plastik produziert!
  • 9% des Kunststoffs werden wiederverwertet!
  • 12% des Kunststoff werden verbrannt!
  • 79% des Kunststoffs gelangen in die Umwelt oder in Deponien!
  • Mikroplastik wird zudem nicht ausnahmslos durch Kläranlagen gefiltert, so dass sich bereits Rückstände in Trinkwasser nachweisen lassen!
  • Nach Schätzungen des WWF Deutschland gelangen jährlich 4,8 bis 12,7 Millionen Tonnen Plastik in die Weltmeere und bereits 50 Millionen Tonnen gelangten in die Weltmeere!
  • Traurige Berühmtheit erlangte die pazifische Henderson Island. Einzige "Bewohner" des UNESCO-Welterbes sind unfassbare 17 Tonnen Plastik-Müll!
  • Plastik-Strudel befinden sich in allen Weltmeeren! Plastik wurde sogar in den Tiefen des arktischen Meeres gesichtet!
  • Umweltschützer um den Nobelpreisträger Al Gore wollten symbolisch die sogen. "Trash-Isles" zum neuen Mitglied der Vereinten Nationen machen! Es handelt sich hierbei freilich nicht um ein festes Staatsgebiet, sondern vielmehr um einen Müllstrudel mit einer geschätzten Gesamtgröße von 700.000 Quadratkilometern!
  • Auf Deutschland entfallen pro Einwohner 618kg Müll/Jahr. Darunter fallen 37kg Plastik-Müll/Jahr!
  • In Sedimenten eingeschlossenes Plastik wurde zu einem neuen Element geformt: Plastiglomerat!
 

43) Anthropozänes Phytomining

 
  • Phytomining umschreibt pflanzliche Methoden, mit denen Schadstoffe, Gifte, Pestizide, Insektizide, Schwermetalle, radioaktive Substanzen, Öle aus belastenden Böden (Super-GAUs in Tschernobyl und Fukushima, Militärstandorte, Truppenübungsplätzen, Bergbau, Tiefbau, Klärschlamm, Gülle, Mülldeponien) entzogen werden kann! 
  • Die Pflanzen nehmen die Stoffe auf, speichern diese in ihren Samen und Wurzeln und werden sodann geerntet und verbrannt (Bio-Gasanlagen & Feuer). Die gewonnen Metalle & Substanzen können sodann der Asche entnommen werden!
  • Akkumulatoren bzw. Phytomining geeignete Pflanzen & Kräuter sind u.a.:
  • a) Ackerschmalwand: Kupfer;
  • b) Alge (Coccomyza actinabiotis): Radioaktive Substanzen;
  • c) Alpenhellerkraut: Zink, Nickel;
  • d) Baum (Pycnandra acuminata): Nickel;
  • e) Farn: Arsen;
  • f) Grasnelke: Blei;
  • g) Hallersche Schaumkresse: Kadmium, Zink;
  • h) Indianersenf: Blei, Chrom, Nickel, Zink;
  • i) Mauer-Steinkraut: Nickel;
  • j) Raps: Germanium;
  • k) Riesenknöterich: Blei, Kadmium, Zink;
  • l) Riesensträuchling: Umweltgifte, TNT;
  • m) Rohrglanzgras: Germanium;
  • n) Sonnenblume: Zink.
  • Reichlich kontrovers wird sicherliich die Tatsache zu diskutieren sein, dass nach dem radioaktiven Super-GAU im ukrainischen Tschernobyl am 26.04.1986 einige Jahre später die Natur und Tiere zurückkehrten! Von einem blühenden Tschernobyl kann freilich keine Rede sein, jedoch ist es erstaunlich, wie sich eine Natur selber reparieren kann! Sozusagen eine Reaktivierung einer sich selbst überlassenen Natur!
  • Bedauerlicherweise ist das Pyhtomining nur in der Forschung oder in einer sich selbst überlassenen Natur, erlaubt! Ein Patent verbietet die kommerzielle Nutzung bis in das Jahr 2025!

 

44) Die Krankheiten des Anthropozän

 

  • Im gesamten Tierreich gibt es unzählige Arten von Krankheiten, welche durch Bakterien, Viren, Würmern und Pilzen verursacht und ausgelöst werden! 
  • Die Übertragungswege sind vielfältig, so z.B. Tröpfchen-, Schmierinfektion sowie über die Körperflüssigkeiten!
  • Bakterien verfügen über einen eigenen Organismus und vermehren sich durch Zellteilung! Heilung verspricht ein Antiobiotikum. 
  • Viren verfügen über keinen eigenen Stoffwechsel und benötigen für ihre Vermehrung einen "Wirt"! Ein Antibiotikum ist hingegen wirkungslos! Die beste Vorsorge ist entweder ein starkes Immunsystem oder ein Impfstoff! 
  • Würmer sind sogen. Parasiten!
  • Pilze vermehren sich in angepassten Umgebungen, z.B. auf der Haut, Intimbereich, Magen- und Darmtrakt!
  • Krankheiten, die nur den Menschen betreffen, sind u.a.: Ruhr, Cholera, Diptherie, Typhus, Krätze, Herpes, Schlafkrankheit, Fleckfieber, Polio, Hepatitis, Malaria, Elefantenkrankheit, AIDS, HPV (Gebärmutterhalskrebs bei Frauen)!
  • Das Ende des Jägers und Sammlers und der Beginn der Domestizierung von Wild- hin zu Haus- und Nutztieren hatte jedoch einen weiteren Nebeneffekt!
  • Durch das enge Zusammenleben von Menschen und Tieren öffnete sich ein neues "Krankheitstor"! Es begüngstigte die Übertragung der für Tiere ungefährlichen Krankheiten auf den Menschen, z.B.: HIV, Masern, Pocken, Röteln, Windpocken, Scharlach, Mumps!


 

45) Antibiotikaresistenz (MRSA)

 

  • Die Entdeckung des Penicilin im Jahre 1928 durch den Physiker Alexander Fleming läutete das Zeitalter des Antiobiotikums ein!
  • Antibiotika werden zur Bekämpfung von bakteriologischen Infekten/Krankheiten eingesetzt und zerstören den Stoffwechsel des Bakteriums!
  • Eine Resistenz besteht durch die
  • a) massenhafte Verschreibung von Antibiotika (auch bei Viren);
  • b) genetische Anpassung (Immunität eines Bakteriums);
  • c) extrem mangehafte Umsetzung von Hygiene-, Gesundheits- und Produktionsstandards in Krankenhäusern & Pflegeheimen;
  • d) ungeklärte/ungefilterte Kontaminierung von Abwässern a) in den Krankenhäusern, b) in der Landwirtschaft (Gülle), sowie c) in den Produktions-Branchenführern China und Indien;
  • e) Mikroverunreinigung des Wassers!
  • Eine weitere Gefahr geht vom Antibiotikamissbrauch in der Massentierhaltung aus! Durch die nicht artgerechte Haltung, durch das Leben auf engstem Raum, übelsten Haltungsbedingungen etc. wird sogar der Wert der verschriebenen Antibiotika an den Menschen (700 Tonnen) überschritten!
  • Das Bundesamt für Verbraucherschutz & Lebensmittelsicherheit stellte fest, dass sich in Deutschland die Zahlen der eingesetzten Antibiotika in der Massentierhaltung praktisch halbiert haben! Im Jahre 2011 waren es 1.706; 2014: 1.238 sowie im Jahre 2015: 805 Tonnen! 
  • Gleichwohl stehen nicht nur die - wissenschaftlich bewiesenen - übertragenen Resistenzen bei den Tieren im Raum, sondern auch bei den Züchtern und ihren Familien selbst! Entsprechende Fälle sind wissenschaftlich dokumentiert (Niederlande 2005). Eine genetische Übereinstimmung von MRSA infizierten Menschen mit den in der Massentierhaltung eingesetzten Antibiotika wurde im Jahre 2007 ebenfalls in den Niederlanden nachgewiesen! 3 Todesfälle im Jahre 2008 aus den USA sind ebenfalls bekannt! Es handelte sich hierbei jeweils um lückenlose Dokumentationswege!
  • Generell ist der Dokumentationsweg in der Regel jedoch sehr schwierig, so z.B. der Zeitpunkt des Kontakts mit einer Antibiotika-Resistenz (Haut, Nahrung, Schleimhaut), der Beginn und Art der Erkrankung sowie den getroffenen medizinischen Maßnahmen!
  • Durch die Antibiotikaresistenz können Entzündungen, Nahrungsmittelvergiftungen (Salmonellen, Listerien, Kolibakterien), Organversagen oder Blutvergiftungen tödlich verlaufen!
  • In Europa sterben dadurch jährlich ca. 25.000 Menschen!
  • "Cousins" von antibiotikaresistenten Stämmen sind die Krankenhauskeime! In der EU liegt die jährliche Sterberate bei 91.000 Menschen!
  • Die Antibiotikaresistenz forderte 2016 ca. 700.000 Todesopfer! Tendenz: Rapider Anstieg!
  • Im Anfangsstadium sind Forschungen über genetisch veränderte Viren, die diese "Geiseln" bekämpfen! Es handelt sich hierbei um das Phagen!
  • Beklagenswert ist die anhaltende "Innovationslücke" seit 1970 mit kaum neuzugelassenen Antibiotika! Im Vordergrund stehen durchaus wirtschaftliche Vorteile der pharmazeutischen Unternehmen! Während die Erforschung neuer Antibiotika kostenintensiv und die Patentrechte zeitlich begrenzt (10 Jahre) ist, gestaltet sich nicht die Erforschung, sondern die Behandlung einer Erkrankung finanziell lukrativer!

 

46) Der Stresstest des Immunsystems

 

  • Das Immunsystem nicht nur des Menschen ist ein sehr komplexer Baukasten!
  • Neben den universellen DNA-Bausteinen sorgen 100 Milliarden Bakterien dafür, dass der anthropozäne Mensch fit ist und bleibt!
  • Durch "Überforsorge bei Geburten", Krankheiten in Kliniken sowie der extremen Zunahme der Antibiotika-Vergabe (auch bei Viren-Erkrankungen) wird dem Immunsystem ein Stresstest unterzogen!
  • Von Natur aus sorgt entweder die "Mutter Erde" für eine natürliche Auslese oder der Mensch findet "natürliche Impfwege"! Aus früheren Narrativen wird z.B. über "natürliche Pocken-Impfungen" berichtet! Die Babys und Kleinkinder wurden durch Pockenschorf geimpft!
  • Wider der Natur sind "unnatürliche Impfwege" durch Grippe-Impfungen usw. Sie sind jedoch überlebensnotwendig, weil erst das Zusammenleben von Menschen und Tieren sowie deren Domestizierung Krankheiten wie Masern, Pocken usw. ermöglichten!
  • Es ist ein anthropozäner Teufelskreis! 
  • Weitverbreitete Allergien werden z.B. durch Pollen; Medikamente; künstliche Vitamine sowie Nahrungs- und Konservierungsstoffe; Nahrungsunverträglichkeit (Milch- und Getreideprodukte) verursacht!
  • Es mag kurios klingen: Gegen die durch die Dosmetizierung verursachten Leiden gibt es Impfungen und Antibiotika! Wenn die "Mutter Natur oder Erde" Leiden verursacht, hilft im Grunde genommen nur noch eine sogen. genetische Immunisierung oder ein fittes Immunsystem!
  • Ein weiterer Baustein bilden die Blutgruppen! Die Blutgruppen unterscheiden sich in folgenden Variationen:
Blutgruppen Deutschland Weltweit
0 41% 45%
A 43% 40%
B 11% 11%
AB 5% 4%

 

  • Forschungen über Zusammenhänge mit Blutgruppen, Krankheitsrisiken, Überlebenschancen und möglicherweise Immunitäten gegenüber Krankheiten legten folgende Theorien dar:
  • Blutgruppe O: Erhöhter Schutz vor Malaria sowie Erkrankungen von Magen und Bauchspeicheldrüse; 
  • Blutgruppe A: Erhöhtes Risiko vor Erkrankungen des Magens und Stress-Reaktionen;
  • Blutgruppen A, B und AB: Erhöhter Schutz vor Pest;
  • Blutgruppen A, B und AB: Erhöhtes Risiko zu Erkrankungen vom Herz sowie von Gefäßen (U.a. Thrombose); 
  • Blutgruppe B: Erhöhtes Risiko zu Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse;
  • Blutgruppe AB: Erhöhtes Risiko von Alzheimer und Demenz;

 

47) Anthropozäne Lebensmittelskandale

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  • Durch die weltweite Bevölkerungsexplosion (Stand 2016: 7,44 Milliarden Menschen) steht die Menschheit vor zwei gewaltigen Herausforderungen: Bekämpfung der Trinkwasserknappheit und Bekämpfung der Hungersnot, speziell in den Entwicklungsländern!
  • Lebens- und Nahrungsmittel haben eine natürliche Haltbarkeitsdauer!
  • Die steigende Nachfrage nach Lebensmitteln führte zu einer nachhaltigen Änderung von Anbau, Kultivierung, Züchtung, Produktion, Tierhaltung!
  • Mit einigen Ausnahmen jedoch ist die gesamte Kette bis hin zum Nahrungsverzehr in der Hand von großen Lebensmittelbetrieben sowie -konzernen!
  • Lebensmittel werden u.a. durch Zugabe von künstlichen Vitaminen, Geschmacks- und Konservierungsstoffen "gestreckt" und somit die Haltbarkeit verlängert!
  • Skandale produzierten z.B.
  • a) unwürdige Haltungsbedingungen;
  • b) Tierquälerei;
  • c) Gammelfleisch;
  • d) Umetikettierung von abgelaufenen Lebensmitteln;
  • e) Belastung durch Antibiotika, Insektizide, Pflanzenschutzmitteln, Pestizide, Bakterien, Hormonen, Pilze, Pflanzengifte, Glyphosat, Schwermetalle;
  • f) Verunreinigungen (Kot, Glassplitter, Plastik);
  • g) falsch deklarierte Lebensmittel (Vegane Ernährung mit tierischen Produkten; Pferdefleisch anstelle Rindfleisch; Schweinefleisch anstelle Rindfleisch etc.);
  • h) gepanschter Alkohol;
  • i) Salmonellen-Vergiftungen;
  • j) irreführende Werbungen;
  • k) Preis- und Technologieabsprachen  ...!
  • Die nachfolgenden Skandale sind nur ein sehr knapp gefasster Überblick! 

 

1997 Rinderseuche BSE
2001 Schweinemast-Skandal in Deutschland
2002 Pestizide-Skandal (Öko-Getreide) in Deutschland
2005 Gammelfleisch-Skandal in Deutschland
2006 Erneuter Gammelfleisch-Skandal in Deutschland
2011 Dioxin-Skandal in Deutschland
2011 EHEC-Skandal
2011 Antibiotika-Skandal in Deutschland
2013 Pferdefleisch-Skandal in Deutschland
2013 Abgas-Skandal (Affenversuche) in den USA
2016 Glyphosat-Skandal (Bier) in Deutschland
2017 Insektizide-Skandal (Eier) in Europa
2017 Arsen-Skandal (Babynahrung) in Deutschland
2018 Mikroplastik-Skandal (Meersalz) in Deutschland
2018 Pflanzengift-Skandal (Tee) in Deutschland

 

  • Vielmehr gab es jedoch erheblich mehr Rückrufe von Lebensmitteln, welche Beanstandungen fanden! Nach Angaben des Bundesamtes für Verbraucherschutz gab es im Jahr 2017 insgesamt 161 Lebensmittelswarnungen!
  • Gleichwohl werden aufgrund von Betriebsprüfungen einige Betriebe, Geschäfte geschlossen, weil sie Mindeststandards aufgrund von Verordnungen (Kühlung, Hygiene etc.) schlichtweg nicht einhalten!
  • Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist der Einfluss von Lobbyisten! Sie kämpfen an und für sich für eine lobenswerte Einschätzung: Die Lobpreisung der eigenen Produkte und die Einhaltung ethnischer und gesetzlicher Grundlagen! Bedauerlicherweise verfügen einige Lobbyisten über einen quasi "freien Eintritt" zu den Volksvertretern und somit erheblichen Einfluss!
  • Nicht ohne Grund haben Heerscharen von Lobbyisten und selbstverständlich auch Anwälte ihren Sitz in den europäischen Haupstädten und in den Hauptstädten der europäischen Union!
  • Diesem unheilvollen Zweiklang stellen sich jedoch die Presse, gemeinnützige Organisationen und Intiativen entgegen, die Praktiken welcher Art auch immer entdecken, an den Pranger stellen oder eigene Vorschläge entwickeln!
  • Es ist ein Katz- und Maus-Spiel! Nicht nur in den Fällen von Lebensmitteln, sondern auch in denen des Klimawandels, der Automobil-Industrie uvm. hat sich eine eigene Industrie entwickelt: Der Teilhabe, Mitgestaltung und der Handschrift an Richtlinien, Gesetzen und Verordnungen!
  • Es sind freilich keine Lebensmittelskandale, sondern es handelt sich um "sehr großzügig ausgelegten Dehnungen von selbst auferlegten ethnischen Grundsätzen", um Verbraucher, den Staat, Institutionen und Organisationen zu "umwerben"! Es handelt sich u.a. um den Abgasskandal von Dieselfahrzeugen ab dem Bekanntwerden im Jahre 2015!
  • Skandale an und für sich sind indes die Umstände, dass in Deutschland, Minister/Innen sowie Ministerpräsidenten/Innen per Status Quo, Mitglieder/Innen in Aufsichtsräten von Firmen, Institutionen und Organisationen, sind! Somit besteht eine Anfälligkeit für Einflussnahme und "Annehmlichkeiten"!

 

48) Anthropozäne Massenvernichtungswaffen

 

  • Hierbei soll sich der Focus nicht auf die ABC-Waffen des atomaren, biologischen und chemischen Arsenals richten, sondern vielmehr auf die u.a. in der Landwirtschaft eingesetzen Unkrautvernichtungsmittel, Entlaubungsmitteln in Kriegen oder bei der Drogenbekämpfung sowie Insektenvernichtungsmittel, z.B. im Weinbau!
  • Der natürliche Kreislauf des Planeten Erde, wozu u.a. auch Insekten, "Unkraut" gehören, sieht einen Wettbewerb um Lebensraum, Wasser, Nährstoffe, Licht, Luft vor!
  • Dieser natürliche Kreislauf wird vom Menschen unterbrochen oder sogar vernichtet!
  • Die schrecklichsten "chemischen Keulen" sind: Glyphosat, Dioxin, industrieller Dünger oder Agent Orange!
  • Diese Insektizide, Herbizide, Neonicotinoide gelangen durch den massenhaften Einsatz in Böden, Pflanzen, landwirtschaftlichen Nutztieren, Gülle, Lebensmitteln (Obst, Gemüse, Fleisch) zu allerletzt nach dem Verursacher-Prinzip, zum Menschen zurück!
  • Winde und Niederschläge tragen desweiteren dazu bei, dass die eingesetzten Mittel freilich über die Gebiete hinaus getragen werden und somit u.a. auch Kulturlandschaften, Humus oder Wälder kontaminieren! Nicht zu vernachlässigen sind gleichwohl Rückstände im Grundwasser!
  • Das vermeintliche Heilmittel Glyphosat wurde am 26.11.2017 von den EU-Ländern für weitere 5 Jahre zugelassen, wobei es in Deutschland zu einem politischen Skandal hinsichtlich einer Zustimmung anstelle einer Enthaltung gekommen ist!
  • Gemäß einer Empfehlung der Weltgesundheitsorganisaton WHO aus dem Jahre 2016 wird dem Mittel Glyphosat eine zell- und erbgutschädigende Wirkung bescheinigt!
  • Gleichwohl darf generell die massive Einflussnahme von Lobbyisten, Firmen und Unternehmen nicht verschwiegen werden!
  • Zu vielen Gesetzesinitiativen und Stellungnahmen sind im wahrsten Wortsinne Handschriften dieser Gruppen nachweisbar!

 

49) Anthropozäne Havarien

 

  • Anthropozäne Havarien umschreiben Unglücke, welche dramatische Ausiwrkungen für Natur, Fauna, Tiere, Menschen nach sich ziehen! Darüber hinaus können diese Unglücke ihre "Fingerabdrücke" in Sedimenten, Erbgut, erhöhte Krankheits- und Sterberaten, hinterlassen!
  • Die Gründe sind vielfältig! Zu nennen sind:
  • a) Technisches und menschliches Versagen;
  • b) Absicht (Sabotage oder Kriegsfolgen);
  • c) Lecks;
  • d) Brände;
  • e) Kollisionen;
  • f) Untergänge;
  • g) Explosionen;
  • h) Naturgewalten (Erdbeben, Tsunamis, Überschwemmungen, Fluten)!
  • Ins Visier gerieten desweiteren z.B. folgende Unglücke:

 

Brände
Datum Ort Grund Tote
19.06.64 Rom/Italien Evtl. Brandstiftung (Kaiser Nero) Unbekannt
13.02.1327 München/Deutschland Unachtsamkeit (Kloster) 30
20.05.1631 Magdeburg/Deutschland Massaker (Magdeburger Bluthochzeit) 20.000
02.05.1666 London/England Unachtsamkeit (Bäckereibrand) Mind. 9
01.11.1755 Lissabon/Portugal Erdbeben/Tsunami 30.000 bis 100.000
08.10.1871 Peshigo/USA Feuersturm (Waldbrand) 1.200 bis 2.500
08.10.1871 Chicago/USA Unachtsamkeit 200-300
01.03.1923 Tokio & Yokohama/ Japan Erdbeben/Feuersturm 142.800
13.02.1945 Dresden/Deutschland Luftangriffe (2. Weltkrieg) Mind. 25.000

 

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Explosionen
Datum Ort Grund Tote
18.08.1578 Budapest/Ungarn Schießpulver-Explosion 2.000
12.10.1654 Delft/Niederlande Schwarzpulver-Explosion 1.200
14.08.1717 Belgrad/Serbien Schießpulver-Explosion 3.000
07.06.1917 Messines/Belgien Minenschacht-Explosion 6.000
06.12.1917 Halifax/Kanada Munitonsfrachter-Explosion 1.946
14.04.1944 Bombay/Indien Sprengstoff-Explsion 1.500
06.08.1945 Hiroshima/Japan Atombombe ca. 80.000
09.08.1945 Nagasaki/Japan Atombombe ca. 80.000

 

Ölpest
Jahr Ort Freigesetzte Menge
1960 ff. Westsibirien 15.300.000 Tonnen jährlich
1971 Nordsee mehr als 100.000 Tonnen
1989 Alaska 37.000 Tonnen
1991 Persischer Golf 800.000 - 1.700.000 Tonnen
2010 Golf von Mexico 670.000 Tonnen

 

Chemiekatastrophen
Jahr Ort Freigesetzte Substanzen
1921 Oppau/BRD Kunstdünger
1976 Seveso/Italien Dioxin
1984 Bhopal/Indien Pestizide
1986 Sandoz/BRD Pestizide/Insektizide/Schwermetalle
1993 Höchst/BRD Chemikalien inkl. "Gelber Regen"

 

Atomreaktor-Unfälle
Jahr Ort Gründe
29.09.1957 Majak/Russland Explosion
10.10.1957 Sellafield/England Brand
29.03.1979 Three Mile Island/USA Technisches/menschliches Versagen
26.04.1986 Tschernobyl/Ukraine Technisches/menschliches Versagen
11.03.2011 Fukushima/Japan Erdbeben und Tsunami

 

Das Tor zur Hölle von Derweze

 

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  • Die ehemalige Sowjetrepublik Turkmenistan ist reich an Rohstoffvorkommen, vor allem Erdgas!
  • Im Jahre 1971 geschah eine folgenschwere Havarie!
  • In der Wüste Karakum wurde ein reiches Erdgasfeld entdeckt!
  • Beim Versuch, das Erdgasfeld nahe der Ortschaft Derweze zu erschließen und das Erdgas zu fördern, brach die Bohrplattform durch einen Holhraum ein, so dass ein großes Loch entstand. Um größere Umweltschäden zu vermeiden, wurde ein  sogen. "Abfackeln" unternommen um das Entweichen des Treibhausgas Methan in die Atmosphäre zu vermeiden! Entgegen aller Annahmen erlosch das Feuer nicht und lodert seitdem ununterbrochen! 
  • Das Tor zur Hölle hat nunmehr eine Tiefe von 70 Metern sowie 20 Metern Breite!

 

50) Die Niederschläge im Anthropozän-Zeitalter
 
 
  • Niederschläge in Form von Regen, Schnee, Hagel, Nebel und Hochnebel sind normalerweise ein natürlicher Kreislauf des Planeten Erde!
  • Durch die Belastung der Luft durch Kerosinrückstände, Stickoxide, Ozon, Feinstaub, Kohlenmonoxid vor allem in Ballungsräumen werden diese anthropozänen Substanzen ausgewaschen und gelangen somit zurück zum Verursacher! Deshalb ist von einem Verzehr unbedingt abzuraten!
  • Lediglich zur Wiederaufbereitung in Form von Zisternen, für den gewerblichen/industriellen Verbrauch in Form von Autowaschanlagen usw. sind die Niederschläge geeignet!

 

  • Apropos Kerosinrückstände: Die Flugzeuge lassen zwecks Gewichtsverringerung bei Not-Landemanövern den Treibstoff Kerosin ab!
  • Lt. einer Stellungsnahme der deutschen Bundesregierung (Stand: 06.10.2016) sind in den Jahren 2010-2016 alleine aus Hessen 18 Fälle bekannt, wonach insgesamt 548,1 Tonnen Treibstoff (Kerosin), davon mind. 100 Tonnen über die Region Gießen, abgelassen worden sind.
  • Bundesweit sollen es in den Zeiträumen 2010-2016 bei insgesamt 121, fast 3590 Tonnen Kerosin gewesen sein!
  • Jährlich werden bei durchschnittlich 22 Manövern/ca. 3.000.000 Flúgbewegungen, Kerosin abgelassen.
  • Lt. dem hessischen Wirtschaftsministerium geht hiervon keinerlei Gefahr für die Bevölkerung aus. Das Kerosin würde zu einem Nebel zerstäubt und sodann verdampft werden! Viele Umweltverbände sehen das aus guten Gründen anders als der grüne Wirtschaftsminister und fordern Untersuchungen sowie Gutachten ein! Vorsichtige Schätzungen gehen davon aus, dass 8% der Kerosinrückstände in den natürlichen ökologischen Kreislauf gelangen! 

 

Jahre zivile Luftfahrt militärische Luftfahrt Tonnen Kerosin
2010 635,4 63,8 699,2 Tonnen
2011 697,6 4,5 702,1 Tonnen
2012 325,5 31,3 356,8 Tonnen
2013 599,8  38 637,8 Tonnen
2014 275,75 42,5 318,25 Tonnen
2015 612,5  39,5 652 Tonnen
2016 223  ./. 223 Tonnen
Gesamt 3369,55 Tonnen 219,6 Tonnen 3589,15 Tonnen

 

51) Der Mensch als Klima-Faktor
 

a) Stadt-Klima

 

  • Das Klima in einer Stadt, speziell das einer Grossstadt unterscheidet sich enorm vom Umland oder dem einer ländlichen Gegend!
  • Die Asphaltierung und Bebauung bewirken einen Albedo-Effekt, der die Sonnenstrahlung - vor allem bei Hitzewellen - speichert und nicht wieder abgibt!
  • Hinzu kommen durch ungeschickte Bebauung die Effekte von sogen. Wärmeinseln zum Tragen. Hitze und Luftfeuchtigkeit kommen nicht zum Austausch, so dass sich die Wärme und Luft nicht austauschen können.
  • Ebenfalls zu einem "Stau" kommt es durch den Innenstadtverkehr, so dass Staub, Abgase, Russpartikel die Feinstaubbelastung für Menschen, Tiere und Umwelt erheblich steigern!
  • Niederschläge können zuweilen aufgrund fehlender Vegetation (Bäume, Pflanzen, Wälder) nicht aufgenommen werden, was durch Verdunstung eine höhere Luftfeuchtigkeit bewirken wird!
  • Fehlende Vegetation beinhaltet freilich auch das Fehlen einer besseren Luftqualität, des Lärmschutzes (Automobilverkehr) sowie des Schattenspenders!
  • Diese Faktoren führen vor allem bei Hitzewellen zu erheblichen Belastungen und gesundheitlichen Beschwerden durch den sogen. Hitzestau!
  • Vor allem bei Hitzewellen führt dies dazu, dass die Temperaturen um bis zu 2 Grad Celsius höher als in ländlichen Gegenden liegen!
  • Durch den anthropozänen Klimawandel wird eine erhebliche Zunahme von Hitzetagen (ab 30 Grad Celsius), Sommertagen (ab 25 Grad Celsius) und tropischen Nächten (ab 20 Grad Celsius) erwartet!
  • Das Stadtklima trägt auch dazu bei, dass sich die Wind- und Niederschlagszonen ändern! Zu beobachten ist die Zunahme von Unwettern in Städten (Wolkenkratzer und Antennen bieten mehr Angriffspunkte für Gewitter) sowie der Abnahme in ländlichen Gegenden!
  • Wärmeinseln sorgen zudem für ein beschleunigtes Pflanzenwachstum infolge Photosynthese durch die Aufnahme von Kohlendioxid sowie einer gleichzeitigen vorschnellen Alterung!

 

b) Smog

 

  • Es handelt sich hierbei um ein Zusammenspiel der englischen Wörter Smoke (Rauch) und Fog (Nebel).
  • Der für den Smog erforderliche Rauch entsteht durch Emissionen von Rauch, Ruß-, Staub- und Schmutzpartikel aus Schornsteinen, Industrieanlagen, Kraftwerken, PKWs, LKWs.
  • Bei einer anhaltenden Inversions-Wetterlage (Temperaturumkehr in der Höhe)  im Herbst oder Winter, haben die bodennahen kalten Luftschichten aufgrund der verminderten Sonneneinstrahlung nicht genügend "Kraft", sich gegen die wärmeren Luftschichten durchzusetzen. Sie bleiben sozusagen als Wasserdampf und somit als Nebel bestehen! 
  • Smog kann sich unter bestimmten Umständen über Tage und sogar Wochen halten!
  • Hochburgen des Smog sind die industriellen Zentren Indiens sowie Chinas! Hauptstadt im wahrsten Sinne des Wortes ist Peking!

 

c) Die Smog-Katastrophe von London 1952

 

  • Nach dem zweiten Weltkrieg hatten die industrialisierten Länder mit Schwefeldioxid-, Rauch-, Ruß-, Feinstaub- sowie Partikelfilter für PKWs, LKWs, Kraftwerke, Industrieanlagen, -schornsteinen;  TÜV für Öl- und Gasheizungen nichts am Hut.
  • Zum größten Teil wurde in den Wohnungen noch mit Kohle geheizt.
  • Eine vom 05.12. bis 09.12.1952 anhaltende Inversionswetterlage sorgte für eine der größten Gesundheitstragödien der europäischen Neuzeit.
  • Hunderttausende Londoner erlitten Herz-, Kreislauf- und Atemwegserkrankungen.
  • Die Sichtweite des Smog betrug weniger als 30cm!
  • Die Abgase von Kraftfahrzeugen, Schornsteinen der Wohnungen und Industrieanlagen verschlimmerten die Probleme!
  • Der Smog kroch sogar durch Wohnungen, städtische Einrichtungen, Krankenhäuser!
  • Dem Smog fielen schätzungsweise 12.000 Menschen zum Opfer!
  • Ein atlantischer Tiefausläufer mit Regenfällen löste das britische Hochdruckgebiet ab und pustete dem Smog buchstäblich die Luft aus!
  • Besonders tragisch ist die Tatsache, dass Gesundheitswarnungen an die Bevölkerung ausgeblieben und Gesundheitsrisiken verharmlost worden sind!
  • Es folgten mehrere sogen. "Clean Air Acts", also Gesetze für saubere Luft.
  • Der letztmalige Smog im Jahre 1962 kostete 1.000 Menschen das Leben.

 

d) Industrieschnee

 

  • Der Industrieschnee braucht bestimmte Voraussetzungen: Stabiles und starkes Hochdruckgebiet; Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, Nebel oder Hochnebel, hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Windtätigkeit sowie eine Inversionswetterlage.
  • Hinzu kommt der Ausstoss von Wasserdampf, sowie Aerosolen (Staub- und Schmutzteilchen) aus den Schornsteinen der Wohnungen und Industrieanlagen, welche zu Eiskristallen kondensieren.
  • Die kondensierten Eiskristalle entstehen nicht wie "normalerweise" in tausenden Metern Höhe, sondern in relativ niedriger Höhe im Nebel und fallen als Industrieschnee.
  • Der Industrieschnee kann lokal begrenzt eine Schneedecke von bis zu 10cm bringen!
  • Der lokal begrenzte Industrieschnee kann nicht von den Wetterdiensten vorhergesagt werden!

 

e) Saurer Regen

 

  • Der Wirtschaftsboom Deutschlands in den Jahrzehnten nach dem 2. Weltkrieg hatte negative Begleiterscheinungen!
  • Schwefeldioxid-, Rauch-, Ruß-, Feinstaub- sowie Partikelfilter für PKWs, LKWs, Kraftwerke, Industrieanlagen, -schornsteinen; TÜV für Öl- und Gasheizungen existierten nur vereinzelt und ohne gesetzlichen Zwang!
  • Firmen durften die Industrieabwässer ungefiltert in die (größeren) Flüsse ablassen, was ab den 1970er Jahren zu einem beispiellosen Fischsterben im Rhein sorgte!
  • Zudem sorgte Saurer Regen (Schwefeldioxid-Partikel in Verbindung mit Regen) ebenfalls für Schäden des Waldes an den Kronen, Zweigen, Blüten!
  • Zu Beginn der 1980er Jahre waren ca. 1/3 des Waldbestandes bedroht bzw. akut bedroht.
  • Eine Reihe gesetzlicher Maßnahmen sorgten für eine nachhaltige Erholung des Waldbestandes, z.B.: Umweltplaketten & Katalysatoren für PKWs;  Ökovorschriften für Industrie, Verkehr, Gesellschaft, Wohnungen; Steuerliche Vorteile für okologische Vorbilder bzw. Steuerverschärfungen und zuweilen gesetzliche Verbote für ökologische Sünder!

 

f) Abnahme der Totalvereisungen von Flüssen & Seen

 

  • Die Totalvereisungen von Flüssen & Seen setzen eine längere Frostperiode voraus;
  • Im Zuge des Klimawandels werden die Winter milder;
  • Durch die Flussbegradigungen wurde das natürliche Flussbett von Flüssen verändert und somit die Durchflussgeschwindkeit des Wassers erhöht!
  • Das wärmere Kühlwasser aus Kraftwerken, Kläranlagen, Fabriken in unmittelbarer Flussnähe verhindert eine Eisdecke;
  • Ein weiterer Faktor ist die Wassertiefe;
  • Die letzte Totalvereisung des Bodensee, die sogen. Seegfrörne fand im Winter 1962/63 statt!

 

g) Verunreinigung der Luft

 

  • Die Belastung der Luft, vor allem in den Ballungsgebieten & Großstädten überschreitet vor allem in heißen Sommer-Monaten sowie bei Inversions-Wetterlagen im Winter die zulässigen Stickoxid-, Ozon- und Feinstaubwerte;
  • Die Belastung erfolgt z.B. durch Feinstaub von Feuerwerkskörpern, Schornstein- und Industrieabgasen, Abgasen von Bahn-/Straßenverkehr (LKW, PKW, Motorrädern) sowie dem Flugverkehr.

 

h) Blitze durch Schiffsabgase

 

  • Vieles mag altem Seemansgarn entsprungen sein, eine Tatsache ist aber aller Voraussicht nach der Wirklichkeit geschuldet: Unwetterartige Blitze über Schiffe in vielfrequentierten Routen!
  • Gemäß einer Studie des World Wide Lightning Location Network (WWLLN) aus dem Jahre 2017 besteht ein unmittelbarer Zusammenhang mit den lokalisierten 1,5 Milliarden Blitzen und den ausgestossenen Aerosolen, Feinstaub-, Schwefel- und Stickstoffpartikeln von Schiffen in den Jahren 2005 bis 2016! Für diese Studie wurden u.a. die Satellitenmessungen (Blitze, Dichte und Größe der Partikeln und Aerosolen in der Atmosphäre) herangezogen!
  • Die Partikel dienen in der Atmosphäre als Kondensationskeime und gehen mit der Verreibung mit Wasserdampf oder Wolken in großer Höhe elektrische Verbindungen ein! Hierbei entwickeln sich sodann Gewitter!

 

i) Ein Klimakiller taut auf: Methan

 

  • Methan ist ein hochgiftiges und extrem leicht entzündbares Gas, welches ca. 21% schädlicher als Kohlendioxid ist;
  • Methan ist ein sogen. "Fäulnisgas" und entsteht beim Verrotten und Zersetzen organischen bzw. kohlenstoffhaltigen Materials (Tiere, Pflanzen)!;
  • Methan ist ebenso wie Kohlendioxid ein Gas, welches sich jedoch aus Kohlenstoffen "ernährt" und daraus seine chemischen Bauteile bezieht. Den "Mix" zwischen dem Anteil von Kohlendioxid/Methan entscheiden die Bakterien, die sofort nach dem Auftauen ihre Arbeit verrichten werden!;
  • Methan ist gebunden in den Böden der Tundren (Steppen), auf dem Meeresboden und wird beim Atmungsvorgang bei Rindern und anderen landwirtschaftlichen Nutztieren freigesetzt! Weltweit werden ca. 1,5 Milliarden Rinder gehalten. 
  • Reisfelder und der daraus gewonnene Reis sind für die asiatischen Nationen & Menschen einer der wichtigsten Nahrungsmittel überhaupt! Bei der Kultivierung der Reisfelder werden erhebliche Mengen an Methan freigesetzt!;
  • Methan ist zusätzlich z.B. in den Permafrostböden der Arktis, Sibiriens sowie Grönlands gebunden. Den neuesten Berechnungen zufolge warten 1,5 Billionen Tonnen organischen/kohlenstoffhaltigen Materials auf ihre Freisetzung! Unglaubliche 2/³ dieses Treibhausgases befinden sich knapp 3 Meter unterhalb der Erdoberfläche!;
  • An einigen aufgetauten Gebieten sammeln sich Blasen aus Methan-Gas. Diese entzünden sich sofort bei Kontakt mit Feuer!; 
  • Methan-Hydrat ist hingegen ein gefrorener Methan-Eis-Komplex auf dem Meeresboden, welcher im Zuge der Erwärmung der Weltmeere auftaut!; Den neuesten Berechnungen zufolge warten in den Meeresböden 400 Milliarden Tonnen organischen/kohlenstoffhaltigen Materials auf ihre Freisetzung!;
  • Noch nicht vollständig erforscht ist z.B. das Verschwinden von Flugzeugen, Schiffen, Booten in den Weltmeeren mit vermuteten hohen Methanhydrat-Vorkommen (evtl. Bermudadreieck)!

 

52) Die Sandstürme des Anthropozän

 

  • Sandstürme sind ein natürliches Phänomen!
  • Sand entsteht einerseits durch Erosion von Gestein und andererseits durch Tiere, vorwiegend Fische wie den Papageienfisch, die Sand über ihren Stoffwechsel produzieren!
  • Sand ist deshalb in der Regel sehr reichhaltig an Mineralien & Nährstoffen, vor allem des Phosphors!
  • Einen nicht zu vernachlässigenden Faktor bildet der durch den Jetstream transportierte Saharastaub oder auch aus der Wüste Gobi (China) bei der "Düngung" sehr großer Bäume und der südamerikanischen Regenwälder! Die Mammutbäume in den USA können eine Höhe von bis zu 115 Metern erreichen. Da die natürliche Düngung durch Wasser und phosphorhaltigen Humus nicht ausreicht, übernimmt diese Aufgabe der mineralreiche Wüstenwind des Gobi in Verbindung mit Niederschlägen die Versorgung dieser Riesenbäume! Der Stamm dieser wahrhaftigen Riesen kann einen Durchmesser von bis zu 17 Metern erreichen. Ohne den Wüstensand des Gobi würde die Versorgung gekappt werden!
  • Schätzungsweise 400-700 Millionen Tonnen Saharastaub werden durch (Höhen-) Winde und Niederschläge auch in entlegene Gebiete der Erde transportiert! Somit ist der mineral- und nährstoffreiche Staub ein wichtiger ökologischer Baustein!
  • Bewiesen sind allerdings auch Spuren von widerstandsfähigen Bakterien, Pilzen, Pollen sowie die anthropozänen Stickstoff-, Staub-, Asche- und Russpartikeln!
  • Ein weiteres Problem stellen die Immunsysteme von Menschen & Tieren dar, welche unter allergischen Reaktionen leiden müssen!
  • Sand hat im Zuge des Anthropozäns allerdings auch massiv "gelitten". Der sogen. Peak Sand hat im Jahre 2008 seinen Höhepunkt erreicht. Seit den 1980er Jahren sind weltweit die sandhaltigen Strände um mehr als 40 Meter zurückgewichen. Ursache hierfür ist die Nutzung des Sandes für die Bauwut der Menschen!

 

53) Anthropozäne Inseln

 

  • Inseln entstehen normalerweise durch Kontinentaldrift (Bewegung von Erdplatten), Abtrennung vom Festland infolge Naturgewalten (Fluten oder Erdbeben), Vulkanismus (Erkaltetes Lavagestein), Zusammenschluss mehrerer Sandbänke und vor allem den Atollen!
  • Bei den Atollen handelt es sich um Korallenriffe, die sich an den kontinentalen Festplatten oder Inseln bilden, und nach einer Überflutung ein Atoll von einen oder mehreren Korallenfiffen bilden!
  • Berühmtheit erlangte die ab dem 14.11.1963 entstandene Insel Surtsey. Sie liegt im atlantischen Ozean, 30 Kilometer vor Island!
  • Surtsey ist ein Naturschutzgebiet und das Betreten ist den Menschen mit Ausnahme von Wissenschaftlern, verboten!
  • In Surtsey siedelten sich rasch Tiere und Pflanzen an. Aktuell wachsen in Surtsey 51 Pflanzenarten, 75 Moosarten sowie 71 Flechtenarten! Ca. 75% der Samen wurden von Vögeln, 14% durch Winde sowie 11% durch Meeresströmungen herangetragen!
  • Surtsey ist zudem Heimat für 89 verschiedene Vogelarten, sowie 70 weiteren Tierarten, z.B. Robben, Seehunde, Seeigel!
  • Anthropozäne Inseln entstehen jedoch durch den menschlichen Einfluss infolge von künstlichen Wällen & Aufschüttungen, vorzugsweise Sand und Beton!
  • Weitere Berühmtheit erlangten die anthropozänen Vergrößerungen von Ellis Island (Freiheitsstatue in den USA), Singapur, Hongkong, Vereinigte Arabische Emirate, Katar und Teile von Gibraltar!
  • Die Gründe für die Schaffung künstlicher Inseln sind durchaus unterschiedlicher Natur: Landgewinnung, Kommerz, Gesundheit (Antike), Schutz (Kriegerische Auseinandersetzungen, Deiche, Häfen, Flughäfen) uvm.!
  • Der Baustoff Beton ist ein anthropozänes Produkt, welches von der Natur nicht produziert wird! Gleichwohl entstammen die benötigten Zutaten aus den Ressourcen der Erde!
  • Beton setzt sich wie folgt zusammen:
  • a) 68%: Gesteinskörner;
  • b) 15% Wasser;
  • c) 12% Zement (Mischung aus Kalkstein, Ton, Sand, Kies, Gips, Asche) als Bindemittel sowie
  • d) 5% Luft!
  • Die Mischungen können jedoch je nach Vorhaben variieren!
  • Speziell in der Antike wurde vulkanisches Tuff-Ggestein hinzugegeben! Tuff war/ist ein wahres Wundermittel! Im Gegensatz zum "herkömmlichen" Beton wurden die Bauten bei Kontakt mit Wasser, im speziellen salzhaltiges Meerwasser nicht von Erosion bedroht, sondern verfestigten sich immer mehr!

 

54) Anthropozäne Lost Places

 

  • "Lost Places" werden umgangssprachlich auch Geisterstädte genannt!
  • Die Gründe, warum Siedlungen, Kirchen, Friedhöfe, Städte, Fabriken, Militäranlagen, Bunker, Güterbahnhöfe, Krankenhäuser uvm. aufgegeben wurden und die Natur peu a peu von den anthropozänen Hinterlassenschaften Besitz ergreift, können unterschiedlich sein!
  • a) Klima;
  • b) Kriege;
  • c) Epidemien;
  • d) Erdbeben, Erosion, Vulkanausbrüche;
  • e) Unglücke;
  • f) Natur- und Klimakastrophen;
  • g) Unwirtschaftlichkeit;
  • h) Rohstoff-Endlichkeit;
  • i) Wegfall der Nahrungs- und Existenzgrundlage;
  • j) Bevölkerungsrückgang.
  • Zu zweifelhaften Ruhm kamen die Lost Places in Tschernobyl und Umgebung! Das Atomreaktor-Unglück am 26.04.1986 führte zu einer großflächigen Evakuierung der Bevölkerung. Die Sperrzone um das Gebiet herum umfasst 30 Kilometer!
  • Lost Places im mittleren Westen der USA zeugen vom sogen. Goldrausch des 19. Jahrhunderts! 
  • Lost Places in Afrika zeugen vom kolonialen Erbe des Rohstoffabbaus zu Beginn des 20. Jahrhunderts!

 

  • Der globalisierte Kommerz in Form von Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften - insbesondere Fussball - sowie deren Vermarktung sorgt vermehrt für Lost Places! Infrastruktur (Olympische Dörfer und Unterkünfte), Wettkampf-Stätten, Stadien, welche eigens für die Veranstaltungen geschaffen werden, verlieren nach dem Ende dieser Wettkämpfe ihren Nutzen. Zudem sind die Schäden (Rodung, Verlust von Lebensräumen) für die Natur erheblich!

 

55) Tschernobyl: Die Renaissance der Natur nach der Katastrophe

 

  • Am 26.04.1986 explodierte in Tschernobyl (Ukraine) ein atomarer Kernreaktor!
  • Radioaktive Strahlen, Staubpartikel (Radionuklide), Gammastrahlen verseuchten ein Gebiet von ca. 218.000 Quadratkilometern!
  • Eine radioaktive Wolke sowie Niederschläge verbreiteten u.a. Staubpartikel bis nach Europa und Teilen des nordamerikanischen sowie des asiatischen Kontinents!
  • Um Tschernobyl wurde eine Sperrzone von 30 Quadratkilometern gezogen. Über 360.000 Menschen wurden evakuiert. Ca. 100.000 Menschen starben an den Folgen der Strahlenkrankheit sowie Krebserkrankungen, vor allem Leukämie und Schilddrüsenkrebs! Lediglich eine kleine Anzahl von 30 Menschen lebt im verseuchten Gebiet!
  • Nach der atomaren Katastrophe wurde noch im Jahr 1986 ein Sarkophag um den havarierten Kernreaktor "übergestülpt". Nachdem dieser Sarkophag Risse bekam und Radioaktivität ausgetreten ist, wurde am 29.11.2016 ein neuer Sarkophag mit einer geschätzten Haltbarkeitsdauer von 100 Jahren "übergestülpt"
  • Sowohl in den Jahren 2010 als auch 2016 wurden Langzeitstudien mit sehr erstaunlichen und teils auch widersprüchlichen Ergebnissen, veröffentlicht!
  • 1.) Obwohl radioaktive Substanzen Halbwertszeiten von bis zu 240.000 Jahren aufweisen, betrug die Radioaktivität nur noch 3% der ursprünglichen Verstrahlung aus dem Jahr 1986;
  • 2.) Radioaktive Staubteilchen wurden durch Winde, Niederschläge und Sedimentbewegungen fortgetragen und befinden sich nunmehr, größtenteils 30cm unter der Erdoberfläche. Die Strahlung im Unglücksgebiet ist jedoch ungleich verteilt, sie liegt aber immer noch über das 1000fache der zulässigen Norm;
  • 3.) Dem Super-GAU folgte in der Regel eine Kettenreaktion: Die Umwandlungen von radioaktiven Teilchen in Gammastrahlung; sodann Umwandlung in sogen. freie Radikale, der anschließenden Zellstörung folgte Missbildungen, Krankheiten oder der Tod! Erstaunlicherweise waren die Mäuse am wenigsten von den Folgen des Super-GAU betroffen!
  • 4.) Überlebende oder zugewanderte Tiere und Pflanzen entwickelten jedoch eine geniale Anpassungs- und Überlebensstrategie:
  • a) Genetische Anpassung trotz Missbildungen, Tumoren, vorzeitigen Alterungen, verminderten Fortpflanzungsfähigkeiten;
  • b) Änderung des Stoffwechsels;
  • c) Stärkung der körpereigenen Abwehr, sogen. Hormetischer Effekt, vor allem bei Mäusen;
  • 5.) Die Natur stellte ein natürliches, ökologisches Gleichgewicht zwischen Pflanzen- sowie Fleischfressern wieder her!
  • 6.) Wälder, Wiesen und Pflanzen entwickeln ein prächtiges Wachstum!
  • 7.) Folgende Tiere sind u.a. im Katastrophengebiet wieder- bzw. eingekehrt:
  • a) Asiatische Wildpferde;
  • b) Bären;
  • c) Biber;
  • d) Fische;
  • e) Fledermäuse;
  • f) Frösche;
  • g) Füchse;
  • h) Hasen;
  • i) Hirsche;
  • j) Insekten;
  • k) Kuckucke;
  • l) Luchse;
  • m) Mäuse;
  • n) Schildkröten;
  • o) Vögel;
  • p) Wildschweine;
  • q) Wölfe! 
  • 8.) Das Phönomen: Phytomining! Von "Glück im Unglück" kann freilich nicht die Rede sein! Jedoch ist es sehr bemerkenswert, dass die Natur über Reparaturmaßnahmen verfügt, die sagenhaft erscheinen! Es handelt sich um das sogen. "Phytomining", dessen kommerzielle Nutzung bis in das Jahr 2025 verboten, für die Forschung allerdings erlaubt ist!
  • Mit Phytomining wird das Verfahren von Pflanzen, Pilzen und Bakterien umschrieben, welche sich von atomaren, biologischen und chemischen Hinterlassenschaften "ernähren", in ihrem Stoffwechsel aufnehmen und "geerntet" werden können!

 

56) Das "zweifelhafte" Anthropozän-Ranking

 

a) Die schmutzigsten Länder der Welt
1 Saudi-Arabien
2 Kuwait
3 Bahrain
4 Katar
5 Vereinigten Arabischen Emirate
6 Oman
7 Turkmenistan
8 Libyen
9 Kasachstan
10 Trinidad & Tobago
20 China
63 Deutschland
66 USA

 

  • Verschiedene Organisationen analysierten diverse Parameter, wonach die anthrozozäne Hinterlassenschaften zu hinterfragen sind!
  • Unter anderem wurde seitens der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der internationalen Energieagentur und des Fernseh-Senders Galileo-TV (Pro 7) folgende Parameter zu Grunde gelegt, um eine Rangliste zu ermitteln!
  • Anzumerken ist, dass sicherlich Dutzende von weiteren Parametern (Umweltverschmutzung, Neobiota, Verbrechen an die zukünftige Generation) hinzugefügt werden könnten! Die Rangliste umfasst:
  • a) Energieverbrauch/Kopf;
  • b) Kohlendoxid-Ausstoss/Kopf;
  • c) Luftverschmutzung;
  • d) Todesfälle durch die Luftverschmutzung;
  • e) Verwendung von erneuerbaren Energien!

b) Die schmutzigsten Orte der Welt
Land Ort Grund
Argentinien Rio Matancza Riacchuelo Schwermetalle
Bangladesch Dhaka Chemikalien & Schwermetalle
Ghana Accra Chemikalien & Schwermetalle
Indonesien Citarum Chemikalien
Indonesien Kalimantan Chemikalien & Schwermetalle
Nigeria Nigerdelta Erdöl & Kohlenwasserstoffe
Russland Dserschinsk Chemikalien & Schwermetalle
Russland Norilsk Chemikalien & Schwermetalle
Sambia Kabwe Chemikalien & Schwermetalle
Ukraine Tschernobyl Radioaktivität

 

  • Eine besondere Aufmerksamkeit verdient eine Studie der Organisation Pure Eearth aus dem Jahre 2013, welche anhand verschiedener Paramter die schmutzigsten Orte der Welt ermittelte! Sicherlich ist diese Liste diskussionswürdig, verdienen dennoch Beachtung!
  • a) Umweltschutzprobleme;
  • b) Ignorierung der Umweltschutzprobleme;
  • c) Umweltschutzprobleme zu Lasten der künftigen Generation;
  • d) Belastung der Qualität von Böden, der Luft sowie des Wassers!
  • Das "zweifelhafte Ranking" ist alphabetisch sortiert!

 

c) Die schmutzigsten Flüsse der Welt

Platz Flussname Land Plastik-Eintrag
1 Jangtse China 330.000 Tonnen
2 Ganges Indien & Bangladesch 115.000 Tonnen
3 Xi China 73.900 Tonnen
4 Huangpu China 40.800 Tonnen
5 Cross River Nigeria & Kamerun 40.300 Tonnen
6 Brantas Indonesien 38.900 Tonnen
6 Amazonas Brasilien u.a. 38.900 Tonnen
8 Pasig Philippinen 38.800 Tonnen
9 Irrawaddy Myanmar (Sri Lanka) 35.300 Tonnen
10 Solo Indonesien 32.500 Tonnen
31 Rhein Deutschland 20-31 Tonnen

 

  • Das Fachmagazin Nature veröffentlichte 2017 eine Studie des Forschers Laurent Lebreton vom Projekt "The ocean cleanup", mit dem zweifelhaften Ranking der schmutzigsten Flüsse der Welt! 
  • Als Parameter wurde die Plastikvermüllung herangezogen!
  • Nach Einschätzung der Forscher gelangen mind. 67% des weltweiten Plastikeintrags in den Weltmeeren von den 20 schmutzigsten Flüsse! 
  • In diesem Ranking werden nur die Top 10 Umweltsünder aufgeführt!

 

d) Die häufigsten Todesursachen

Anzahl Todesursache Ort
6.500.000 Herz-, Kreislauf- und Lungenerkrankungen Im Freien & Innenräumen
1.800.000 Parasitenbefall, Infektionen, Magen- und Darmerkrankungen Verunreinigtes Wasser
1.300.000 Schadstoffe und Bleivergiftungen Arbeitsplatz
Anteil Länder
92% Entwicklungs- und Schwellenländer
25% Indien, Pakistan und Bangladesch
20% China und Kenia
6,6% Deutschland (62.000 im Verhältnis zu 930.000 Todesfällen)
0,08% Deutschland (62.000 im Verhältnis zu 82.000.000 Einwohnern)
40% Anteil Landwirtschaft (Deutschland)
20% Anteil Energiewirtschaft (Deutschland)
15% Anteil Straßenverkehr (Deutschland)

 

  • Am 19.10.2017 wurde im Fachblatt - The Lancet - eine erstaunliche Studie von über 40 Wissenschaftlern veröffentlicht!
  • Diese Studie wurde u.a. von der UNO, der EU, internationalen Behörden bzw. Ministerien sowie der Organisation Pure Earth finanziert!
  • Es wurden in dieser Studie die Todesfälle, repräsentativ aus dem Jahre 2015 unter die Lupe genommen!
  • Demnach sind die durch Belastungen von Luft, Wasser, Böden und Umwelt bedingten Todesfälle höher als Kriege, AIDS, Malaria und Tuberkulose zusammen gerechnet!
  • Die Dunkelziffer kann freilich durchaus noch höher liegen, weil viele Schadstoffe "noch nicht auf Herz und Nieren geprüft worden sind" oder Staaten diese weniger rühmlichen Daten unter Verschluss halten!
  • Generell ist zu konstatieren, dass ein exakter Nachweis nahezu ummöglich ist, weil zwischen Verschmutzungsart/Todesursache durchaus Jahre ins Land gehen können!
  • Wie dem auch sei, folgende menschliche Aktivitäten sind die Motoren:
  • a) Industrialisierung vor allem der Entwicklungs- und Schwellenländer;
  • b) Urbanisierung (Landflucht);
  • c) Umweltverschmutzung;
  • d) Luftverschmutzung;
  • e) Ozonbelastung;
  • f) Feinstaubbelastung;
  • g) Globalisierung;
  • h) Elementare Zusammenhänge zwischen Arm/Reich; Entwicklungsland/Industrieland sowie niedrigen und hohen Umweltstandarts!
  • Die Kosten zur Behandlung der Luft- und Umweltverschmutzung, Medikamente, staatliche Initiativen (Neue Umweltstandarts), Krankenversicherungen etc. belaufen sich jährlich im 3stelligen Milliarden Euro Bereich!

 

57) Der anthropozäne Feinstaub

 

  • Feinstaub wird in 3 Kategorien eingeteilt: Staubteilchen mit einer Größe von 10 Mikrometern, sowie Größen von 2,5 Mikrometern und 0,1 Mikrometern und weniger!
  • Feinstaub ist sowohl natürlichen Ursprungs als auch anthropozänen Ursprungs! 
  • In der Natur entsteht Feinstaub durch Pollen, Bakterien-Sporen, Waldbränden sowie Vulkanausbrüchen!
  • Feinstaub anthropozänen Ursprungs entsteht u.a. im Straßenverkehr, in der Energiegewinnung, in privaten Haushalten sowie in der Landwirtschaft:
  • a) Automobilen (PKW, LKW, Motorrädern);
  • b) Baustellen;
  • c) Deponien;
  • d) Feuerwerkskörper;
  • e) Heizungen;
  • f) Industrieanlagen;
  • g) Kerzen;
  • h) Kraftwerke;
  • i) Müllverbrennungsanlagen;
  • ij) Öfen;
  • k) Rußpartikeln (Schornsteinen; Reifen-, Kupplung- und Bremsabrieb);
  • l) Zigaretten.
  • Für Städte und Gemeinden bestehen strenge EU-Grenzbelastungen! Bei Überschreitungen können einerseits EU-Bußgelder und andererseits empfindliche Maßnahmen, z.B. großflächige Umweltzonen sowie Fahrverbote, drohen!
  • Das traditionelle Abfeuern von Feuerwerkskörpern zu Silvester verursacht eine unfassbare Feinstaubelastung, welche der zweimonatigen Feinstaubbelastung durch den Automobilverkehr, entspricht!
  • Das Gegenpendant zum Feinstaub bildet die Stickstoff-Belastung, welche zum Einen bei Verbrennungsprozessen (Gas, Holz, Kohle, Öl) und zum Anderen bei Dieselautos sowie in der Landwirtschaft, wobei hier durch komplizierte Prozesse das Stickstoff zu Lachgas umgewandelt wird!
  • Für Menschen bestehen gesundheitliche Risiken wie: Krebs, Schlaganfälle; Herz, Lungen-, Atemweg- und Kreislauferkrankungen. Nicht zu vernachlässigen sind die Umweltverschmutzungen und Belastungen für die Tiere!

 

58) Die Suche nach weiteren Zivilisationen

 

  • Die philosophische Frage nach der Schöpfung führte in der Antike zu der Entwicklung von Religionen und eines Schöpfers. Begleitet wird die Suche nach der Schöpfung auch auf wissenschaftlichen Gebieten, ob es eine weitere Intelligenz außerhalb der Erde gibt!?
  • Folgende Entdeckungen/Entwicklungen warfen zwangsläufig die Frage auf, ob der Planet Erde einzigartig im Weltall ist!?
  • a) Entwicklung der allgemeinen Relativitätstheorie 1915 durch Albert Einstein;
  • b) Entdeckung der Ausdehnung des Weltalls 1927 durch Georges Lemaitre;
  • c) Entdeckung der Rotverschiebung des Lichts durch Edwin Hubble 1929;
  • d) Entwicklung der Urknall-Theorie 1931 durch Georges Lemaitre;
  • e) Entdeckung der kosmischen Hintergrundstrahlung 1964 durch Arno Penzias und Robert Woodrow Wilson!
  • Weltraumorganisationen wie NASA, ESA & SETI suchen & horchen nach Quellen einer außerirdischen Zivilisation! Ende 2017 waren lediglich 0,041% des Weltraums erkundet! Des öfteren werden zunächst rätselhafte Licht- und Radiowellen bzw. -signale entdeckt, welche jedoch allesamt eine logische physikalische Erklärung fanden! Lichtwellen von Sternen werden z.B. durch vorbeiziehende Planeten oder Sterne, durch Staub- oder Gasnebel gestört, währendessen Radiowellen entweder irdischen Ursprungs (Frequenzstörungen durch Satelliten etc.) oder Sternenexplosionen zugeordnet werden konnten!
  • Auf der Suche nach Leben im Weltall, Exo-Planeten, Erkundung des Weltalls kommen verschiedene Modelle zum Einsatz:
  • a) Weltraumorganisationen (NASA oder ESA);
  • b) Hochleistungsstarke Teleskope sowohl auf der Erde, als auch im Erdorbit sowie in der Erdumlaufbahn;
  • c) Weltraumsatelliten;
  • d) Hobby-Astronauten sowie vermehrt
  • e) Investoren-Initiativen!
  • Der anthropozäne Mensch macht zudem durch die Voyager 1 und 2-Missionen mit den sogen. Golden Records (Goldene Schallplatten mit einer Gebrauchsanweisung, vielen Fotos, Liedern, Grußworten) auf sich aufmerksam, welche Ende 2012 (Voyager 1) das Sonnensystem verlassen hat bzw. 2019 oder 2020 (Voyager 2) verlassen wird!
  • Durch den massiven anthropozänen Zugriff auf die Ressourcen gibt die Erde zudem Energie- und Wärmeabstrahlung ab!
  • Eine Suche nach einer Zivilisation führt zu der kosmischen Zwangsläufigkeit; wonach: 
  • a) das Sonnensystem - mit dem bewohnbaren Planeten Erde - nur eines von Milliarden in der Heimatgalaxie, Milchstraße, ist;
  • b) die Galaxie Milchstraße nur eine von weiteren 100 Milliarden Galaxien im Universum ist;
  • c) sich das Universum mit Lichtgeschwindigkeit seit 13,8 Milliarden Jahren ausdehnt, ruft zwangsläufig die Frage aus, ob der Planet Erde einzigartig ist!?
  • Hierbei gilt es verschiedene Faktoren zu berücksichtigen!
  1. Signale oder Art der Kommunikation (Radio-, Funk-, Energie-, Licht-, Laser- oder sonstige Signale) und Frequenzbereiche von Zivilisationen;
  2. Analyse (Planet, Sonnensystem, Sternensystem, Entfernung, Zivilisationstyp, Energieverbrauch, Technologien, Lebensdauer);
  3. Art der Zivilisation (Klassen 0-3) und Überbrückung der großen Entfernungen (Raum-/Zeitkrümmung);
  4. Art des Ortes (Das sichtbare Universum hat einen Anteil von ca. 5% Materie; 25% von dunkler Materie sowie 70% dunkler Energie);
  5. Bio-Genesis (DNA-Bausteine; z.B. Kohlenstoffbasierende Lebewesen);
  6. Atmosphären-Zusammensetzung (Bio/chemische Photosynthese; unnätürliche/industrielle Kohlenstoff-Bildungen; Anteil von Treibhausgasen);
  7. Trabanten bzw. Monde (Schutz vor Bombardements, Regulierung der Gezeiten, Jahreszeiten sowie Achsen-Neigung des Planeten);
  8. Ausschluss von Risiken: Nähe zu Riesensternen (Gefahr: Gammastrahlenblitz oder Supernova), zu einem schwarzen Loch (Gefahr: Auslöschung), zu Neutronensternen (Gefahr: Auslöschung); oder zu braunen oder weißen Zwergen (Gefahr: Verlust der Photosynthese)!
  • Oder Signal verpasst:
  • a) Im Vakuum des Weltalls werden Signale mit nahezu Lichtgeschwindigkeit transportiert! Die Menschheit ist erst seit etwa dem Jahre 1900 in der Lage, Radiosignale zu entsenden bzw. seit 1957 zu empfangen. Es wäre interessant: Angenommen, eine Zivilisation hätte eine Nachricht geschickt, die vor dem Jahr 1957 die Erde hätte empfangen sollen, die Menschheit hätte diese Nachricht, 100% verpasst!
  • b) Würde die Menschheit im Jahr 2017 ein Signal zu einem 40 Lichtjahre entfernten, zivilisierten Planeten oder Stern entsenden, und dieser würde bereits im Jahre 2056 "von der Bildfläche verschwinden", dann käme das Signal mind. 1 Jahr zu spät!
  • c) Das Frequenzspektrum ist unterschiedlich! Die Radiowellensender (UKW Radio) senden im Megahertz-; die modernen Prozessoren (PC, Smartphone, Tablet) im Gigahertz-; die elektromagnetischen Wellen im Terahertz-; die Röntgenstrahlungen im Petahertz- und die Gammastrahlungen im Exahertz-Bereich! Der jeweilige Bereich übertrifft den anderen um den Faktor 1000! Sofern eine außerirdische Zivilisation unter- oder - was unwahrscheinlich ist - überschwellig kommuniziert, könnten diese Signale die Erde verpassen!
  • d) Kommunikationen sind auf dem ersten Blick sehr kompliziert! Das menschliche Sprachenspektrum umfasst z.B. mehr als 6.000 Sprachen! Jedoch haben die menschlichen Sprachen quasi 2 gemeinsame DNA! Zum einen der genetische Flaschenhals vor ca. 74.000 v. Chr. beim Ausbruchs des Vulkans Toba und der Verringerung auf ca. 2.000 bis 10.000 Menschen sowie zum anderen das menschliche Gehirn! Die Entschüsselung von Sprachen (Buchstaben, Zahlen) einer außerirdischen Existenz dürfte eine gewaltige Herausforderung darstellen!

 

59) Das Gedächtnis der Erde: Sedimentablagerungen

oder Es war einmal: Das Anthropozän

 

  • Wichtigste Merkmale in ferner Zukunft wären die Forschungsgebiete der Geologie und Archäologie!
  • Strittig ist sicherlich die Forschung in Eiskernen. Sofern es in ferner Zukunft noch Gletscher, Eisschilde an den Polen geben sollte, so wird es möglich sein, in Eiskernbohrungen Rückstände des Anthropozäns feststellen zu können!
  • Chronologisch wären folgende Sedimentablagerungen bzw. zukünftig Gesteine zu nennen:
  • Speziell seit 1850: Stark ansteigende Anteile von Kohlendioxid, industriellen Kohlenwasserstoff, Fluorkohlenstoffen, Methan;
  • ab 1750: Die Mineralien des Menschen;
  • ab 1800: Rußablagerungen und Aerosole aus Fabriken;
  • ab 1817: Fahrräder;
  • ab 1824: Zement ("Portland-Zement");
  • ab 1837: Telegraphen;
  • ab 1850: Industrieller Rohstoffabbau;
  • ab 1850: Industrielle Chemie;
  • ab 1850: Industrieller Gummi (Reifen, Kaugummi uvm.);
  • ab 1860: U-Boote;
  • ab 1870: Industrieller Asphalt;
  • ab 1876: Telefone;
  • ab 1880: Rückstände von Öl in havarierten Schiffen;
  • ab 1882: Künstliche Lichtquellen (Straßenlaternen, Glühbirnen, LED usw.);
  • ab 1882: Klärschlamm;
  • ab 1886: Autos;
  • ab 1886: (Verbleites) Benzin sowie Rußablagerungen und Aerosole aus Automobilen;
  • ab 1887: Windkrafträder;
  • ab 1888: Industrielles Aluminium;
  • ab 1896: LKWs;
  • ab 1900: Beton, Garagen, Häuser, Stahl, Glas, Bauschutt, Abfälle durch die Verstädterung;
  • ab 1903: Flugzeuge;
  • ab 1905: Synthetischer Dünger;
  • ab 1907: Plastik, Aluminium, industrielle Kunststoffe;
  • ab 1911: Rußablagerungen, Aerosole und Kerosinrückstände durch den Luftverkehr;
  • ab 1914: Umweltgifte, biologische und chemische Kampfstoffe: Giftgas;
  • ab 1914: Landminen, Bomben und Bombentrichter;
  • ab 1914: Künstliche (industriegefertigte) Prothesen;
  • ab 1914: Militärische Schiffswracks mit atomaren, biologischen, chemischen Substanzen am Meeresboden
  • ab 1920: Rückstände von Plastik oder Mikro-Plastik in tierischen Fossilien;
  • ab 1928: Fernsehgeräte;
  • ab 1928: Rückstände von Antibiotika und Penicillin in menschlichen und (später) tierischen Fossilien sowie Fluss- und Bodensedimenten;
  • ab 1931: Radiogeräte;
  • ab 1935: Kopierer;
  • ab 1939: Hubschrauber;
  • ab 1940: Silikonprodukte (Prothesen, Schnuller, Bau-Dichtstoff, Backformen uvm.)
  • ab 1942: Computer, -bauteile, -chips;
  • ab 1945: Radioaktiver Staub;
  • ab 1945: Mülldeponien;
  • ab 1954: Solarzellen;
  • ab 1957: Satelliten und Raketenteile;
  • ab 1959: Aids-Virus;
  • ab 1961: Rückstände von Silikonimplantaten in menschlichen Fossilien;
  • ab 1962: LEDs;
  • ab 1967: Rückstände von weltweiten Impfstoffen in menschlichen Fossilien;
  • ab 1970: Faxgeräte;
  • ab 1971: Digitale Datenspeicher (Disketten, später CD, DVD, USB, Server);
  • ab 1973: Mobiltelefone (Handys, Smartphones);
  • ab 1993: Internet (Inkl.: DSL-Häuschen, Kabel, Richtfunk, Modems);
  • ab 1995: Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen!