2018 Frühjahr/Sommer-Dürre

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Quelle der Bilder: ESA

 

1) Hintergründe

 

  • Ausschlaggebend waren sich selbstregenerierende Hochdruckgebiete über Fennoskandinavien, der Nordsee oder dem Baltikum! Diese transportierten erwärmte Kontinentalluft aus dem Osten Europas!
  • Atlantische Tiefdruckgebiete mit Niederschlägen wurde vor allem in den Monaten April bis Juli fast durchgehend der Weg versperrt!
  • Die Tiefdruckgebiete "Mitteleuropa" liegen entweder vor der iberischen Halbinsel oder kurz vor Frankreich liegen!
  • Diese Anomalie des Jetstreams (Höhenwinde) lag den extremen Druckangleichungen von Hoch- und Tiefdruckgebieten zu Grunde! Dadurch entstanden weder Winde noch ausgeprägte Niederschlagsgebiete! Punktuell entstehende Niederschlagsgebiete bzw. Unwetter "blieben liegen" und konnten sich austoben!
  • Lediglich Höhentiefs mit erwärmter Luft aus dem Mittelmeer oder der Sahara konnten punktuell Niederschläge, zum Teil mit Starkregen oder Hagel herbeiführen! Der dringend benötigte Landregen fiel komplett aus! Höhentiefs, die sich um ein sehr stark ausgeprägtes Hochdruckgebieten drehen, werden durch ein sogen. "Omega-Hoch" verursacht!
  • Ende Juli gesellten sich zu den Hochdruckgebieten an der Nordsee sowie dem Baltikum ein Azorenhoch, welche nunmehr eine gigantische Hochdruckbrücke bilden! Mit südlichen bzw. südwestlichen Winden werden tropische Temperaturwerte für Mitteleuropa erwartet!
  • Albedo-Effekte, wonach dunklere Flächen mehr Sonnenenergie speichern als hellere Flächen, sorgen für eine weitere Erhitzung!
  • Skandinavien und Sibirien verzeichneten Temperaturen von weit über 30 Grad Celsius! In der Artkis (500 Kilometer vom Nordpol entfernt) wurden am 19.07. im Makkaur (Norwegen) innerhalb von 24 Stunden, die Temperatur von +25,2 Grad nicht unterstritten!
  • Wärme- bzw. Hitzeanomalien wurden seit Mai auf der gesamten Nordhalbkugel registriert! Die NOAA registrierte seit Ende Juni, 2700 Tages-Hitzerekorde bzw. 5000 nächtliche Hitzerekorde!
  • Darunter waren Gebiete wie Fenno-Skandinavien, Arktis, Sibirien, Japan etc.!

 

2) Folgen

 

  • In Skandianvien und Griechenland wüteten Waldbrände!
  • In Deutschland herrscht eine extreme Dürre mit katastrophalen Folgen für die Landwirtschaft, des Humus bzw. der Böden und trockengefallenen Grundwasserspeichern!
  • Niedrige Pegelstände von Flüssen oder Seen sorgten für Beeinträchtigungen des Schiffverkehrs inkl. des daraus resultierenden Tourismus!
  • Aufgrund der niedrigen Pegelstände stellten sich Algenblüten sowie Fischsterben aufgrund der Sauerstoffknappheit ein!
  • Flussbette fielen zudem trocken! Ein Paradaxon stellt die Entdeckung von Weltkriegsmunition in Flussbetten oder Grundwasser tragenden Wäldern, die trocken gefallen sind!
  • Stauseesperren, welche u.a. der Stromgewinnung sowie der Wasserregulierung wie z.B. der Edersee, dienen, führen niedrige Pegelstände, so dass das "Edertal-Atlantis" zum Vorschein gekommen ist! 
  • In Deutschland kam es zu Engpässen bei der Lieferung und Vorrathaltung von Mineralwasser aufgrund des fehlenden Leergutes (Hortung?)!
  • In Deutschland wurde mit der Weinlese bei einigen Sorten, bereits ab dem 06.08. begonnen! Was in vielen Medien bereits mit der frühesten Weinlese aller Zeiten gefeiert wird, ist nicht im Geringsten mit dem legendären Jahr 1540 zu vergleichen! Dort wurde bereits mit der 1. Weinlese Ende Juni und mit der 2. Weinlese im August begonnen!
  • Der Hitzestress sorgte für dramatische Ereignisse! In weiten Teilen Deutschlands war die Trockenheit für Humus, Böden, Rasen, Pflanzen und Wälder zuviel des Schlechten. Böden waren zum Teil "knochentrocken"!
  • Der Sommerbruch: Pflanzen, Bäume und Wälder warfen im Stress Blätter, Samen und sogar ganze Äste und Zweige etc. ab!
  • 500 Millionen Jungbäume bzw. Setzlinge verkrafteten die Dürre nicht und starben ab!
  • Ernteeinbußen waren freilich zudem zu beklagen!
  • In Deutschland sorgen sogen. "Blow-Ups" für Chaos auf Flughäfen und Autobahnen, weil die Hitze den Asphalt bersten lässt!
  • Der deutsche Wetterdienst warnte seit dem Monat vor erheblichen Waldbrandgefahren sowie vor erhöhten UV-Strahlungswerten!
  • Generell ist zu konstatieren, dass hohe Wärme-, Hitze- und Luftfeuchtigkeitswerte eine erhebliche gesundheitliche Belastung für Menschen & Tiere darstellen!
  • Gefahren drohen zudem durch die Belastungen von Aerosolen, des Feinstaubs und des Ozons!
  • Die hessischen Städte Ulrichstein (Vogelsberg) sowie Kelkheim, Königstein und Kronberg (Taunus) haben mit akuter Trinkwasserknappheit zu kämpfen!

 

3) Die Monate im Focus

 

April

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Bundesland Temperaturen Niederschlag Sonnenschein
Baden-Würtemberg 12,4 Grad Celsius 30 Liter/m² 250 Stunden
Bayern 12,5 Grad Celsius 25 Liter/m² 250 Stunden
Berlin 13,8 Grad Celsius 35 Liter/m² 255 Stunden
Brandenburg 13,0 Grad Celsius 30 Liter/m² 245 Stunden
Bremen 11,8 Grad Celsius 80 Liter/m² 190 Stunden
Hamburg 11,7 Grad Celsius 50 Liter/m² 190 Stunden
Hessen 12,6 Grad Celsius 55 Liter/m² 225 Stunden
Mecklenburg-Vorpommern 10,6 Grad Celsius 40 Liter/m² 215 Stunden
Niedersachsen 12,0 Grad Celsius 55 Liter/m² 200 Stunden
Nordrhein-Westfalen 12,8 Grad Celsius 45 Liter/m² 190 Stunden
Rheinland-Pfalz 12,8 Grad Celsius 35 Liter/m² 220 Stunden
Saarland 12,5 Grad Celsius 45 Liter/m² 215 Stunden
Sachsen 13,0 Grad Celsius 40 Liter/m² 250 Stunden
Sachsen-Anhalt 13,0 Grad Celsius 35 Liter/m² 245 Stunden
Schleswig-Holstein 9,9 Grad Celsius 60 Liter/m² 190 Stunden
Thüringen 12,5 Grad Celsius 35 Liter/m² 230 Stunden
Schnitt 12,4 Grad Celsius 35 Liter/m² 225 Stunden
Abweichung (1961-1990) + 5,0 Grad Celsius - 20 Liter/m² + 73 Stunden
Abweichung (1981-2010) + 4,0 Grad Celsius - 20 Liter/m² + 73 Stunden

 

Mai

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Bundesland Temperaturen Niederschlag Sonnenschein
Baden-Würtemberg 15,2 Grad Celsius 90 Liter/m² 220 Stunden
Bayern 15,6 Grad Celsius 75 Liter/m² 250 Stunden
Berlin 17,9 Grad Celsius 20 Liter/m² 345 Stunden
Brandenburg 17,4 Grad Celsius 15 Liter/m² 340 Stunden
Bremen 17,4 Grad Celsius 5 Liter/m² 325 Stunden
Hamburg 17,2 Grad Celsius 5 Liter/m² 338 Stunden
Hessen 15,9 Grad Celsius 65 Liter/m² 275 Stunden
Mecklenburg-Vorpommern 15,8 Grad Celsius 15 Liter/m² 350 Stunden
Niedersachsen 16,6 Grad Celsius 25 Liter/m² 305 Stunden
Nordrhein-Westfalen 16,2 Grad Celsius 45 Liter/m² 280 Stunden
Rheinland-Pfalz 15,7 Grad Celsius 70 Liter/m² 265 Stunden
Saarland 15,7 Grad Celsius 70 Liter/m² 250 Stunden
Sachsen 16,1 Grad Celsius 45 Liter/m² 280 Stunden
Sachsen-Anhalt 16,7 Grad Celsius 20 Liter/m² 315 Stunden
Schleswig-Holstein 15,6 Grad Celsius 20 Liter/m² 350 Stunden
Thüringen 15,5 Grad Celsius 65 Liter/m² 265 Stunden
Schnitt 16,0 Grad Celsius 50 Liter/m² 275 Stunden
Abweichung (1961-1990) + 3,9 Grad Celsius - 21 Liter/m² + 79 Stunden
Abweichung (1981-2010) + 3,0 Grad Celsius - 21 Liter/m² + 79 Stunden

 

Juni

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Bundesland Temperaturen Niederschlag Sonnenschein
Baden-Würtemberg 17,7 Grad Celsius 60 Liter/m² 245 Stunden
Bayern 17,4 Grad Celsius 80 Liter/m² 225 Stunden
Berlin 19,4 Grad Celsius 35 Liter/m² 220 Stunden
Brandenburg 18,8 Grad Celsius 30 Liter/m² 230 Stunden
Bremen 17,8 Grad Celsius 40 Liter/m² 190 Stunden
Hamburg 17,8 Grad Celsius 50 Liter/m² 190 Stunden
Hessen 17,8 Grad Celsius 35 Liter/m² 215 Stunden
Mecklenburg-Vorpommern 17,7 Grad Celsius 30 Liter/m² 250 Stunden
Niedersachsen 17,5 Grad Celsius 30 Liter/m² 190 Stunden
Nordrhein-Westfalen 17,4 Grad Celsius 50 Liter/m² 190 Stunden
Rheinland-Pfalz 17,8 Grad Celsius 56 Liter/m² 220 Stunden
Saarland 17,9 Grad Celsius 75 Liter/m² 230 Stunden
Sachsen 17,9 Grad Celsius 45 Liter/m² 205 Stunden
Sachsen-Anhalt 18,6 Grad Celsius 15 Liter/m² 220 Stunden
Schleswig-Holstein 17,0 Grad Celsius 35 Liter/m² 215 Stunden
Thüringen 17,7 Grad Celsius 20 Liter/m² 195 Stunden
Schnitt 17,8 Grad Celsius 50 Liter/m² 215 Stunden
Abweichung (1961-1990) + 2,4 Grad Celsius - 35 Liter/m² + 17 Stunden
Abweichung (1981-2010) + 2,0 Grad Celsius - 35 Liter/m² + 17 Stunden

 

Juli

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Bundesland Temperaturen Niederschlag Sonnenschein
Baden-Würtemberg 20,1 Grad Celsius 50 Liter/m² 290 Stunden
Bayern 19,5 Grad Celsius 65 Liter/m² 295 Stunden
Berlin 21,5 Grad Celsius 70 Liter/m² 320 Stunden
Brandenburg 21,0 Grad Celsius 50 Liter/m² 325 Stunden
Bremen 20,1 Grad Celsius 25 Liter/m² 325 Stunden
Hamburg 20,3 Grad Celsius 40 Liter/m² 320 Stunden
Hessen 20,9 Grad Celsius 30 Liter/m² 320 Stunden
Mecklenburg-Vorpommern 20,2 Grad Celsius 40 Liter/m² 315 Stunden
Niedersachsen 20,1 Grad Celsius 30 Liter/m² 320 Stunden
Nordrhein-Westfalen 20,9 Grad Celsius 25 Liter/m² 315 Stunden
Rheinland-Pfalz 21,0 Grad Celsius 35 Liter/m² 315 Stunden
Saarland 21,1 Grad Celsius 30 Liter/m² 315 Stunden
Sachsen 20,2 Grad Celsius 30 Liter/m² 320 Stunden
Sachsen-Anhalt 20,8 Grad Celsius 25 Liter/m² 340 Stunden
Schleswig-Holstein 19,6 Grad Celsius 20 Liter/m² 330 Stunden
Thüringen 20,2 Grad Celsius 40 Liter/m² 320 Stunden
Schnitt 20,2 Grad Celsius 40 Liter/m² 305 Stunden
Abweichung (1961-1990) + 3,3 Grad Celsius - 38 Liter/m² + 93 Stunden
Abweichung (1981-2010) + 2,2 Grad Celsius - 38 Liter/m² + 93 Stunden

 

4) Die Jahreszeiten im Focus

Frühling

 
 
Bundesland Temperaturen Niederschlag Sonnenschein
Baden-Würtemberg 10,2 Grad Celsius 160 Liter/m² 570 Stunden
Bayern 10,1 Grad Celsius 155 Liter/m² 605 Stunden
Berlin 11,2 Grad Celsius 105 Liter/m² 720 Stunden
Brandenburg 10,6 Grad Celsius 95 Liter/m² 715 Stunden
Bremen 10,7 Grad Celsius 125 Liter/m² 630 Stunden
Hamburg 10,4 Grad Celsius 100 Liter/m² 625 Stunden
Hessen 10,5 Grad Celsius 170 Liter/m² 590 Stunden
Mecklenburg-Vorpommern 9,1 Grad Celsius 120 Liter/m² 680 Stunden
Niedersachsen 10,4 Grad Celsius 115 Liter/m² 620 Stunden
Nordrhein-Westfalen 10,9 Grad Celsius 155 Liter/m² 580 Stunden
Rheinland-Pfalz 10,6 Grad Celsius 160 Liter/m² 575 Stunden
Saarland 10,6 Grad Celsius 190 Liter/m² 545 Stunden
Sachsen 10,2 Grad Celsius 125 Liter/m² 655 Stunden
Sachsen-Anhalt 10,6 Grad Celsius 100 Liter/m² 680 Stunden
Schleswig-Holstein 9,0 Grad Celsius 135 Liter/m² 625 Stunden
Thüringen 9,9 Grad Celsius 155 Liter/m² 605 Stunden
Schnitt 10,3 Grad Celsius 140 Liter/m² 610 Stunden
Abweichung (1961-1990) + 2,6 Grad Celsius - 45 Liter/m² + 151 Stunden
Abweichung (1981-2010) + 1,8 Grad Celsius - 45 Liter/m² + 151 Stunden

 

Quelle dieses Bildes: Statista.com

 
 
5) Die Dürre im Focus
 
 
 
 
Monate Niederschlag Sonnenschein
Januar 100 Liter/m² 35 Stunden
Februar 20 Liter/m² 110 Stunden
März 50 Liter/m² 110 Stunden
April 35 Liter/m² 225 Stunden
Mai 50 Liter/m² 275 Stunden
Juni 50 Liter/m² 215 Stunden
Juli 40 Liter/m² 305 Stunden

 

 
6) Die Super-Sommer im Focus
 

Quelle des Bildes: Pixabay.com

 

Monat Juni Juli August Sommer 2003 gesamt
Durchschnittstemperaturen 19,35 19,1 20,6 19,67 Grad
Niederschlagsmengen 52mm 66,5mm 33,2mm 151,7mm
Sonnenscheindauer 282 Std. 235 Std. 278 Std. 795 Stunden

 

Monat Juni Juli August Sommer 2006 gesamt
Durchschnittstemperaturen 16,4 21,8 17,6 18,6 Grad
Niederschlagsmengen 42,5mm 50mm 134mm 226,5mm
Sonnenscheindauer 264 Std. 335 Std. 132 Std. 731 Stunden

 

Monat Juni Juli August Sommer 2015 gesamt
Durchschnittstemperaturen 15,9 19,4 19,9 18,4 Grad
Niederschlagsmengen 58mm 68mm 80mm 206mm
Sonnenscheindauer 197 Std. 244 Std. 235 Std. 676 Stunden

 

Monat Juni Juli August Sommer 2018 gesamt
Durchschnittstemperaturen 17,8 20,2    
Niederschlagsmengen 50mm 40mm    
Sonnenscheindauer 215 Std. 305 Std.    

 

7) Sommertage und Heiße Tage

 

Orte Sommertage 1961-1990 Sommertage 2003 Sommertage 2018 (Stand: 31.07.18)
Berlin 34,3 67 52
Dresden 38,3 64 44
Frankfurt 41,8 96 67
Hamburg 19,5 46 43
Köln 34,0 72 59
Mannheim 50,5 103 66
München 35,8 88 50
Nürnberg 40,6 85 59

 

 
Orte Heiße Tage 1961-1990 Heiße Tage 2003 Heiße Tage 2018 (Stand: 31.07.18)
Berlin 6,8 18 17
Dresden 6,8 17 14
Frankfurt 8,7 31 24
Hamburg 2,5 11 11
Köln 6,7 21 12
Mannheim 11,3 42 21
München 4,8 31 3
Nürnberg 7,8 30 11